Wekerle, Anke: Deutsch-britische Forschungszusammenarbeit auf supranationaler Ebene nach dem Beitritt des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Gemeinschaft. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87219
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87219
@phdthesis{handle:20.500.11811/14102,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87219,
author = {{Anke Wekerle}},
title = {Deutsch-britische Forschungszusammenarbeit auf supranationaler Ebene nach dem Beitritt des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Gemeinschaft},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,
note = {Die europäische Forschungsförderung stellt seit den 1980er Jahren einen zentralen Pfeiler der Europäischen Integration dar. Mit den Forschungsrahmenprogrammen (FRP) hat die Europäische Union ein supranationales Instrument etabliert, das die Förderung exzellenter Forschung unabhängig von nationaler Herkunft zum Ziel hat. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit") markiert jedoch eine tiefgreifende Zäsur für dieses Politikfeld, da Großbritannien nicht nur zu den größten Beitragszahlern und Nutznießern der europäischen Forschungsförderung zählte, sondern auch als zentraler Verfechter des Exzellenzprinzips galt.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Brexits auf die europäische Forschungsförderung mit besonderem Fokus auf die deutsch-britische Forschungszusammenarbeit auf supranationaler Ebene. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit der Ausschluss britischer Akteure aus den formalen Entscheidungsprozessen der EU, insbesondere aus den Programmausschüssen und Komitologieverfahren, zu Veränderungen bei der Vergabe von Forschungsmitteln unter Exzellenzkriterien geführt hat. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer vergleichenden qualitativen Fallstudienanalyse der Forschungspolitiken des Vereinigten Königreichs und der Bundesrepublik Deutschland, ergänzt durch eine Auswertung von Primär- und Sekundärquellen sowie einschlägiger Programmdaten der Europäischen Kommission.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Brexit die institutionelle Balance innerhalb der europäischen Forschungspolitik verschoben hat. Während das Exzellenzprinzip weiterhin normativ verankert bleibt, haben sich Machtverhältnisse und Einflussmöglichkeiten in den Entscheidungsstrukturen verändert. Deutschland übernimmt zunehmend eine gestaltende Rolle innerhalb der EU-27, während Großbritannien trotz seiner Assoziierung an Horizont Europa dauerhaft von der formalen Mitgestaltung ausgeschlossen bleibt. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die langfristige Sicherung exzellenter Forschung in Europa maßgeblich von der starken institutionellen Stabilität der EU-Forschungsförderung und der strategischen Ausgestaltung der Beziehungen zu assoziierten Drittstaaten abhängt.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14102}
}
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-87219,
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Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Brexits auf die europäische Forschungsförderung mit besonderem Fokus auf die deutsch-britische Forschungszusammenarbeit auf supranationaler Ebene. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit der Ausschluss britischer Akteure aus den formalen Entscheidungsprozessen der EU, insbesondere aus den Programmausschüssen und Komitologieverfahren, zu Veränderungen bei der Vergabe von Forschungsmitteln unter Exzellenzkriterien geführt hat. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer vergleichenden qualitativen Fallstudienanalyse der Forschungspolitiken des Vereinigten Königreichs und der Bundesrepublik Deutschland, ergänzt durch eine Auswertung von Primär- und Sekundärquellen sowie einschlägiger Programmdaten der Europäischen Kommission.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Brexit die institutionelle Balance innerhalb der europäischen Forschungspolitik verschoben hat. Während das Exzellenzprinzip weiterhin normativ verankert bleibt, haben sich Machtverhältnisse und Einflussmöglichkeiten in den Entscheidungsstrukturen verändert. Deutschland übernimmt zunehmend eine gestaltende Rolle innerhalb der EU-27, während Großbritannien trotz seiner Assoziierung an Horizont Europa dauerhaft von der formalen Mitgestaltung ausgeschlossen bleibt. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die langfristige Sicherung exzellenter Forschung in Europa maßgeblich von der starken institutionellen Stabilität der EU-Forschungsförderung und der strategischen Ausgestaltung der Beziehungen zu assoziierten Drittstaaten abhängt.},
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