Schmidt, Karl-Michael: Optimierung und Modellierung der Wachstumsbedingungen für die geschützte Langzeitkultivierung von Lemna minor L.. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90063
@phdthesis{handle:20.500.11811/14153,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90063,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-865,
author = {{Karl-Michael Schmidt}},
title = {Optimierung und Modellierung der Wachstumsbedingungen für die geschützte Langzeitkultivierung von Lemna minor L.},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = may,

note = {Unter geeigneten Bedingungen produzieren Lemna spp. rasch große Mengen wertvoller Biomasse, die als alternative Quelle für Futter- und Lebensmittel gilt. Für eine kontinuierliche und langfristige Indoor-Produktion unter kontrollierten Bedingungen müssen Umwelt- und Ernteparameter optimiert werden, um das Algenwachstum einzudämmen und stets ein qualitativ hochwertiges Produkt zu liefern. Eine experimentelle Bewertung des Einflusses einer größeren Anzahl von Parametern auf die Wachstumsrate ri ist aufgrund der theoretisch hohen Anzahl an Parameterkombinationen unmöglich. Daher wurde ein SIMILE®-basiertes Modell entwickelt. Dieses ermöglicht es, Produktionsparameter einzeln auf ihren Einfluss auf die Wachstumsrate ri mittels einer Differentialgleichung zu untersuchen. Die Startwerte für die numerische Integration wurden aus Messdaten und analytischen Lösungen der differentiellen Wachstumsgleichung entnommen. Bei 400 ppm CO2 betrug die Wachstumsrate ri in einem optimierten Laboraufbau 216 g FM·m−2d−1, wobei ein Drittel der Biomasse in Abständen von 5 Tagen geerntet wurde. In großtechnischen Versuchen wurden niedrigere Nachwachsraten ri von etwa 173 g FM·m−2d−1 (Kalkar) und 190 g FM·m−2d−1 (Berlin) erzielt, da die Temperatur- und Lichtbedingungen unter dem Optimum lagen. Bei 3.500 ppm CO2 stieg die Wachstumsrate ri im Laborversuch durch Verkürzung des Ernteintervalls auf drei Tage auf 323 g FM·m−2d−1. Maximale Wachstumsraten ri wurden bei einem NH4+/NO3- Verhältnis von 1/9 und einer Gesamtstickstoffkonzentration von 1,14 mM erzielt. Um das durchschnittliche Blattalter der Lemna-Population aufgrund der Auswirkungen der zyklisch wiederholten Teilernte zu berücksichtigen, wurde ein zusätzliches Teilmodell erstellt. Bei jüngerem durchschnittlichem Blattalter war ein Anstieg des Proteingehalts sowie eine Abnahme der Oxalsäure- und Schwermetallakkumulation zu beobachten. Diese Ergebnisse zeigen auf, wie die Kulturbedingungen und die Teilernteintervalle optimiert werden können. Die Modellläufe stimmen weitgehend mit den experimentellen Daten aus den drei verschiedenen Ansätzen überein und bestätigen somit die Validität des Modells.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14153}
}

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