Larbi, Maritana: Abū Laiṯ as-Samarqandīs (gest. 375/986) Werk zur islamischen Ethik Tanbīh al-ġāfilīn im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen in Zentralasien des 9. - 10. Jahrhunderts. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90290
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90290
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title = {Abū Laiṯ as-Samarqandīs (gest. 375/986) Werk zur islamischen Ethik Tanbīh al-ġāfilīn im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen in Zentralasien des 9. - 10. Jahrhunderts},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = may,
note = {Die vorliegende Dissertation untersucht das Werk Tanbīh al-ġāfilīn des zentralasiatischen hanafitischen Gelehrten Abū Laiṯ as-Samarqandī (gest. 375/986) im Kontext der ideengeschichtlichen Entwicklungen Zentralasiens des 9. und 10. Jahrhunderts. Obwohl das Werk zu den bekanntesten religiös-didaktischen Schriften der islamischen Tradition zählt, wurde es bislang kaum systematisch unter dem Gesichtspunkt islamischer Ethik erforscht. Die Arbeit setzt sich daher zum Ziel, Tanbīh al-ġāfilīn nicht lediglich als kompilatorische Predigt- und Erbauungsliteratur zu betrachten, sondern als einen ethisch-normativen Diskursraum zu analysieren, in dem zentrale Vorstellungen vom Menschen, von der Gottesbeziehung, von sozialer Ordnung und moralischer Selbstdisziplinierung verhandelt werden.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Samarqandī durch Auswahl, Anordnung und Deutung von Koranversen, prophetischen Überlieferungen, Aussagen früher Gelehrter, Weisheiten und Ermahnungen ein kohärentes ethisches Konzept entfaltet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Verhältnis von Offenbarung, Vernunft, Recht und Moral sowie dem methodischen Umgang mit nichtkanonischen, schwachen und teilweise als fabriziert eingestuften Überlieferungen. Die Untersuchung zeigt, dass Samarqandīs Werk trotz seines kompilatorischen Charakters eine klare argumentative Struktur besitzt und menschliches Handeln vor allem im Horizont theologischer Ethik deutet.
Darüber hinaus verortet die Dissertation Tanbīh al-ġāfilīn im Spannungsfeld hanafitischer Rechtsmoral, frühzentralasiatischer Askese, religiöser Bildungskultur und der politischen sowie kulturellen Dynamiken der Samanidenzeit. Auf diese Weise leistet die Arbeit einen Beitrag zur Erforschung vormoderner islamischer Ethik und zeigt, dass Samarqandīs Werk als wichtige Vorstufe späterer systematischer Ethikentwürfe im islamischen Mittelalter verstanden werden kann.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14176}
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Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Samarqandī durch Auswahl, Anordnung und Deutung von Koranversen, prophetischen Überlieferungen, Aussagen früher Gelehrter, Weisheiten und Ermahnungen ein kohärentes ethisches Konzept entfaltet. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Verhältnis von Offenbarung, Vernunft, Recht und Moral sowie dem methodischen Umgang mit nichtkanonischen, schwachen und teilweise als fabriziert eingestuften Überlieferungen. Die Untersuchung zeigt, dass Samarqandīs Werk trotz seines kompilatorischen Charakters eine klare argumentative Struktur besitzt und menschliches Handeln vor allem im Horizont theologischer Ethik deutet.
Darüber hinaus verortet die Dissertation Tanbīh al-ġāfilīn im Spannungsfeld hanafitischer Rechtsmoral, frühzentralasiatischer Askese, religiöser Bildungskultur und der politischen sowie kulturellen Dynamiken der Samanidenzeit. Auf diese Weise leistet die Arbeit einen Beitrag zur Erforschung vormoderner islamischer Ethik und zeigt, dass Samarqandīs Werk als wichtige Vorstufe späterer systematischer Ethikentwürfe im islamischen Mittelalter verstanden werden kann.},
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