Stoltenberg, Anna: Bedeutung der Leberdekompensation für kardiovaskuläre Ereignisse bei Leberzirrhose und koronarer Herzkrankheit. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90616
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90616
@phdthesis{handle:20.500.11811/14210,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90616,
author = {{Anna Stoltenberg}},
title = {Bedeutung der Leberdekompensation für kardiovaskuläre Ereignisse bei Leberzirrhose und koronarer Herzkrankheit},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jun,
note = {Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose weisen häufig kardiovaskuläre Komorbiditäten auf. Insbesondere bei gleichzeitig bestehender koronarer Herzkrankheit (KHK) ist bislang unzureichend untersucht, ob und in welchem Ausmaß eine Dekompensation der Leberzirrhose mit dem Risiko weiterer kardiovaskulärer Ereignisse assoziiert ist. Ziel dieser Arbeit war die Analyse der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse sowie die Identifikation relevanter Risikofaktoren bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und KHK.
In einer retrospektiven, monozentrischen Kohortenstudie wurden 130 Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und dokumentierter KHK eingeschlossen. Primärer Endpunkt war das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse innerhalb eines Jahres nach Studieneinschluss, sekundärer Endpunkt die Einjahresmortalität. Zur Risikostratifikation wurden insbesondere die Child-Turcotte-Pugh-(CTP)-Klassifikation sowie der Model-for-End-Stage-Liver-Disease-(MELD)-Score untersucht.
Innerhalb eines Jahres entwickelten 20 von 130 Patientinnen und Patienten (15 %) mindestens ein kardiovaskuläres Ereignis. Hierzu zählten Arrhythmien, neu diagnostizierte Herzinsuffizienz sowie ischämische Ereignisse. Die Einjahresmortalität betrug 39 %. Eine fortgeschrittene Leberdekompensation, abgebildet durch höhere MELD-Scores und CTP-Klassen B/C, erwies sich als unabhängiger Prädiktor für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass eine Leberdekompensation mit dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und KHK assoziiert ist. Leberbezogene Prognosescores könnten zur Identifikation von Hochrisikopatientinnen und -patienten beitragen und die kardiovaskuläre Risikostratifikation dieser klinisch besonders vulnerablen Patientengruppe verbessern.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14210}
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urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90616,
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In einer retrospektiven, monozentrischen Kohortenstudie wurden 130 Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und dokumentierter KHK eingeschlossen. Primärer Endpunkt war das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse innerhalb eines Jahres nach Studieneinschluss, sekundärer Endpunkt die Einjahresmortalität. Zur Risikostratifikation wurden insbesondere die Child-Turcotte-Pugh-(CTP)-Klassifikation sowie der Model-for-End-Stage-Liver-Disease-(MELD)-Score untersucht.
Innerhalb eines Jahres entwickelten 20 von 130 Patientinnen und Patienten (15 %) mindestens ein kardiovaskuläres Ereignis. Hierzu zählten Arrhythmien, neu diagnostizierte Herzinsuffizienz sowie ischämische Ereignisse. Die Einjahresmortalität betrug 39 %. Eine fortgeschrittene Leberdekompensation, abgebildet durch höhere MELD-Scores und CTP-Klassen B/C, erwies sich als unabhängiger Prädiktor für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse.
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass eine Leberdekompensation mit dem Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse bei Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose und KHK assoziiert ist. Leberbezogene Prognosescores könnten zur Identifikation von Hochrisikopatientinnen und -patienten beitragen und die kardiovaskuläre Risikostratifikation dieser klinisch besonders vulnerablen Patientengruppe verbessern.},
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