Geier, Jannik Benjamin: Computertomographische Analyse des Unterkiefers zur Identifizierung von pathologischen Veränderungen im Processus condylaris und Processus coronoideus. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90715
@phdthesis{handle:20.500.11811/14228,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90715,
author = {{Jannik Benjamin Geier}},
title = {Computertomographische Analyse des Unterkiefers zur Identifizierung von pathologischen Veränderungen im Processus condylaris und Processus coronoideus},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jun,

note = {Hintergrund: Veränderungen des Processus condylaris und des Processus coronoideus der Mandibula können mit funktionellen Einschränkungen und morphologischen Asymmetrien einhergehen. Die radiologische Beurteilung entsprechender Befunde wird jedoch dadurch erschwert, dass mandibuläre Dimensionen interindividuell erheblich variieren. Ziel dieser Arbeit war es, ein CT-basiertes Normalisierungsverfahren für die Längenmessung des Processus condylaris und des Processus coronoideus zu etablieren und zu untersuchen, ob sich dadurch pathologische Veränderungen besser von physiologischer Größenvariation abgrenzen lassen.
Methoden: Retrospektiv wurden CT-Datensätze von 251 Patientinnen und Patienten ohne mandibuläre Pathologie ausgewertet. Als individuelles Referenzmaß diente die posteriore Mandibulahöhe. Die Längen des Processus condylaris und des Processus coronoideus wurden zu diesem Referenzmaß ins Verhältnis gesetzt und als normalisierte Quotienten dargestellt. Zusätzlich wurden CT-Datensätze von Patientinnen und Patienten mit Hyperplasie des Processus coronoideus, Kondylushyperplasie und Kondylusresorption analysiert. Die jeweiligen Befunde wurden hinsichtlich ihrer Beziehung zu den normalisierten Messwerten statistisch ausgewertet.
Ergebnisse: Im Kontrollkollektiv zeigten die normalisierten Messwerte für Processus condylaris und Processus coronoideus engere Referenzbereiche und eine geringere Streuung als die absoluten Längenmaße. Die untersuchten Pathologien wiesen unterschiedliche Messmuster auf: Eine Hyperplasie des Processus coronoideus war mit einem erhöhten coronoidalen Quotienten assoziiert, eine Kondylushyperplasie mit einem erhöhten kondylären Quotienten und eine Kondylusresorption mit einem verminderten kondylären Quotienten. Damit konnten die jeweiligen Pathologien anhand der normalisierten Parameter gegenüber der physiologischen Variation im Kontrollkollektiv abgegrenzt werden.
Schlussfolgerung: Die Normalisierung der Längen des Processus condylaris und des Processus coronoideus anhand der posterioren Mandibulahöhe ist ein praktikables CT-basiertes Verfahren zur Einordnung mandibulärer Morphologie. Sie reduziert den Einfluss interindividueller Größenunterschiede und ermöglicht eine objektiviertere Beurteilung von Kondylus- und Koronoidpathologien. Das Verfahren kann damit zur standardisierten radiologischen Bewertung entsprechender mandibulärer Veränderungen beitragen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14228}
}

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