Pickermann, Manuel Martin: Der Effekt des erfolgreichen Dauerkatheter-Auslassversuches auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90742
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90742
@phdthesis{handle:20.500.11811/14230,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90742,
author = {{Manuel Martin Pickermann}},
title = {Der Effekt des erfolgreichen Dauerkatheter-Auslassversuches auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jun,
note = {Hintergrund: Der langfristige Einsatz transurethraler Dauerkatheter stellt ein relevantes klinisches Problem dar, da diese häufig ohne klare medizinische Indikation eingesetzt werden. Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen eines Katheterauslassversuchs auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei akut neurologisch erkrankten Patientinnen und Patienten zu untersuchen.
Methoden: In die prospektive Studie wurden 34 Patientinnen und Patienten eingeschlossen. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde vor und nach Durchführung eines Katheterauslassversuchs mithilfe des Short Form Health Survey 36 (SF-36) erhoben. Die Auswertung erfolgte anhand mittlerer Differenzen sowie adjustierter mittlerer Differenzen mit 95 %-Konfidenzintervallen.
Ergebnisse: Es zeigten sich signifikante Verbesserungen in der psychischen Summenskala (mittlere Differenz: p = 0,006; adjustiert: p = 0,035), der körperlichen Funktionsfähigkeit (mittlere Differenz: p = 0,029; adjustiert: p = 0,007) sowie der emotionalen Rollenfunktion (mittlere Differenz: p = 0,015; adjustiert: p = 0,045). In weiteren Dimensionen des SF-36, insbesondere in den körperbezogenen Subskalen Schmerz, körperliche Rollenfunktion und körperliche Summenskala, konnten keine statistisch signifikanten Veränderungen nachgewiesen werden.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Katheterauslassversuch insbesondere mit Verbesserungen psychischer und funktioneller Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität assoziiert ist. Ein strukturierter, interprofessioneller Ansatz im Blasenmanagement erscheint essenziell, um sowohl medizinische als auch psychosoziale Aspekte zu berücksichtigen. Aufgrund der begrenzten Stichprobengröße sind weitere Studien mit größeren Kollektiven und längeren Nachbeobachtungszeiträumen erforderlich, um die Ergebnisse zu validieren und Einflussfaktoren auf den Therapieerfolg zu identifizieren.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14230}
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Methoden: In die prospektive Studie wurden 34 Patientinnen und Patienten eingeschlossen. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde vor und nach Durchführung eines Katheterauslassversuchs mithilfe des Short Form Health Survey 36 (SF-36) erhoben. Die Auswertung erfolgte anhand mittlerer Differenzen sowie adjustierter mittlerer Differenzen mit 95 %-Konfidenzintervallen.
Ergebnisse: Es zeigten sich signifikante Verbesserungen in der psychischen Summenskala (mittlere Differenz: p = 0,006; adjustiert: p = 0,035), der körperlichen Funktionsfähigkeit (mittlere Differenz: p = 0,029; adjustiert: p = 0,007) sowie der emotionalen Rollenfunktion (mittlere Differenz: p = 0,015; adjustiert: p = 0,045). In weiteren Dimensionen des SF-36, insbesondere in den körperbezogenen Subskalen Schmerz, körperliche Rollenfunktion und körperliche Summenskala, konnten keine statistisch signifikanten Veränderungen nachgewiesen werden.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Katheterauslassversuch insbesondere mit Verbesserungen psychischer und funktioneller Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität assoziiert ist. Ein strukturierter, interprofessioneller Ansatz im Blasenmanagement erscheint essenziell, um sowohl medizinische als auch psychosoziale Aspekte zu berücksichtigen. Aufgrund der begrenzten Stichprobengröße sind weitere Studien mit größeren Kollektiven und längeren Nachbeobachtungszeiträumen erforderlich, um die Ergebnisse zu validieren und Einflussfaktoren auf den Therapieerfolg zu identifizieren.},
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