Etti, Nicola Constanze: Psychologische Sicherheit von Assistenzärzten im Deutschen Gesundheitssystem : Auswirkungen auf Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsichten. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90835
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90835
@phdthesis{handle:20.500.11811/14238,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90835,
author = {{Nicola Constanze Etti}},
title = {Psychologische Sicherheit von Assistenzärzten im Deutschen Gesundheitssystem : Auswirkungen auf Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsichten},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jun,
note = {Hintergrund
Psychologische Sicherheit hat einen entscheidenden Einfluss auf die Performanz von Teams, erhöht die Arbeitsplatzzufriedenheit und reduziert Kündigungsabsichten. Eine erhöhte Adhärenz kann Patientensicherheit durch Erhalt von Expertise erhöhen und Kosten innerhalb des Gesundheitssystems senken. Diese Studie evaluiert das Ausmaß Psychologischer Sicherheit deutscher Assistenzärzte und dessen Einflüsse auf Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsichten.
Methoden
In einer Querschnittsstudie wurden deutsche Assistenzärzte Organisations- und Fach-übergreifend über die Online Studienplattform MediLearn zu einer Online-Umfrage eingeladen. Psychologische Sicherheit wurde auf Ebene der Vorgesetzten, Peers und des Teams als Ganzes erfasst. Mittels etablierter Fragebögen wurde die Arbeitsplatzzufriedenheit gemessen sowie die Intention den Arbeitgeber aufgrund dessen Arbeitsplatzkultur zu verlassen erfragt. Neben deskriptiver Statistik wurden Korrelations- und Regressionsanalysen durchgeführt, um uni- und multivariate Assoziationen der drei Dimensionen Psychologischer Sicherheit mit Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsicht zu analysieren.
Ergebnisse
Die Stichprobe bestand aus 432 Assistenzärzten in frühen Phasen ihrer Weiterbildung (77,5% in den ersten 3 Weiterbildungsjahren) mit einem Frauenanteil von 78,2% und überwiegender Vollzeit Beschäftigung (85,6%). Der Mittelwert Psychologischer Sicherheit unterschied sich zwischen den Dimensionen der Führungsebene (6,01, 95% Konfidenzintervall 5,81-6,21), Peers (7,95, 95% Konfidenzintervall 7,78-8,12) und dem Team als Ganzes (7,30, 95% Konfidenzintervall 7,11-7,49). Die Korrelationsanalysen ergaben signifikante Assoziationen aller Dimensionen Psychologischer Sicherheit mit Arbeitsplatzzufriedenheit und der Intention den Arbeitgeber zu verlassen. In den multiplen Regressionsanalysen zeigten weibliches Geschlecht und höheres Alter negative Assoziationen mit Arbeitsplatzzufriedenheit. Psychologische Sicherheit auf Führungs- und Teamebene, nicht aber auf Ebene der Peers war sowohl positiv mit Arbeitsplatzzufriedenheit als auch negativ mit Kündigungsabsichten assoziiert.
Zusammenfassung
Die Studie trägt Organisations- und Fach-übergreifend zum Verständnis Psychologischer Sicherheit deutscher Assistenzärzte bei. Die differenzierte Betrachtung auf Führungs-, Peer- und Teamebene ermöglicht neue Einblicke mit Führungskräften als bedeutende Einflussgröße auf Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsichten, wobei die Psychologische Sicherheit auf dieser Ebene unter den Befragten am niedrigsten ausgeprägt war. Hier ansetzend können Folgestudien einen wertvollen Beitrag zum Erhalt personeller Ressourcen im deutschen Gesundheitssystem leisten.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14238}
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Methoden
In einer Querschnittsstudie wurden deutsche Assistenzärzte Organisations- und Fach-übergreifend über die Online Studienplattform MediLearn zu einer Online-Umfrage eingeladen. Psychologische Sicherheit wurde auf Ebene der Vorgesetzten, Peers und des Teams als Ganzes erfasst. Mittels etablierter Fragebögen wurde die Arbeitsplatzzufriedenheit gemessen sowie die Intention den Arbeitgeber aufgrund dessen Arbeitsplatzkultur zu verlassen erfragt. Neben deskriptiver Statistik wurden Korrelations- und Regressionsanalysen durchgeführt, um uni- und multivariate Assoziationen der drei Dimensionen Psychologischer Sicherheit mit Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsicht zu analysieren.
Ergebnisse
Die Stichprobe bestand aus 432 Assistenzärzten in frühen Phasen ihrer Weiterbildung (77,5% in den ersten 3 Weiterbildungsjahren) mit einem Frauenanteil von 78,2% und überwiegender Vollzeit Beschäftigung (85,6%). Der Mittelwert Psychologischer Sicherheit unterschied sich zwischen den Dimensionen der Führungsebene (6,01, 95% Konfidenzintervall 5,81-6,21), Peers (7,95, 95% Konfidenzintervall 7,78-8,12) und dem Team als Ganzes (7,30, 95% Konfidenzintervall 7,11-7,49). Die Korrelationsanalysen ergaben signifikante Assoziationen aller Dimensionen Psychologischer Sicherheit mit Arbeitsplatzzufriedenheit und der Intention den Arbeitgeber zu verlassen. In den multiplen Regressionsanalysen zeigten weibliches Geschlecht und höheres Alter negative Assoziationen mit Arbeitsplatzzufriedenheit. Psychologische Sicherheit auf Führungs- und Teamebene, nicht aber auf Ebene der Peers war sowohl positiv mit Arbeitsplatzzufriedenheit als auch negativ mit Kündigungsabsichten assoziiert.
Zusammenfassung
Die Studie trägt Organisations- und Fach-übergreifend zum Verständnis Psychologischer Sicherheit deutscher Assistenzärzte bei. Die differenzierte Betrachtung auf Führungs-, Peer- und Teamebene ermöglicht neue Einblicke mit Führungskräften als bedeutende Einflussgröße auf Arbeitsplatzzufriedenheit und Kündigungsabsichten, wobei die Psychologische Sicherheit auf dieser Ebene unter den Befragten am niedrigsten ausgeprägt war. Hier ansetzend können Folgestudien einen wertvollen Beitrag zum Erhalt personeller Ressourcen im deutschen Gesundheitssystem leisten.},
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