Kopp, Amanda Elisabeth: Experimentelle Simulation und Analyse eines Lückenschlusses nach Prämolarenextraktion mit Tip-Edge-Plus-Brackets. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90990
@phdthesis{handle:20.500.11811/14257,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90990,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-900,
author = {{Amanda Elisabeth Kopp}},
title = {Experimentelle Simulation und Analyse eines Lückenschlusses nach Prämolarenextraktion mit Tip-Edge-Plus-Brackets},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,

note = {Das Ziel dieser Arbeit war es, einen Lückenschluss mit Tip-Edge-Plus-Brackets zu untersuchen. Neben dem beidseitigen Lückenschluss sollte analysiert werden, wie effektiv der Lückenschluss mit den durch das Bracket-System zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln gesteuert werden kann.
Mithilfe eines biomechanischen Messsystems (OMSS) wurde der Lückenschluss nach Extraktion des Zahnes 44 simuliert. Als Bogen wurde der 0.022" Australian wire (0,56 mm) verwendet. Die Kraftapplikation für den Lückenschluss erfolgte über Gummiketten. Die Steuerung des einseitigen Lückenschlusses sollte über einen Tip-Wechsel, eine Aufrichtefeder als Break und als Power-Tip und die Kombination aus ebendiesen Hilfsmitteln untersucht werden. Während der Messung wurden die in 200 Messzyklen auftretenden Kräfte und Drehmomente an zwei Sensoren aufgezeichnet, die die Zähne im Lückenschluss simulierten. Die Kräfte wurden für die Bewegungssimulation entsprechend in Bewegung umgesetzt. Es wurden 8 verschiedene klinische Situationen mit 5 Wiederholungsmessungen simuliert.
Der beidseitige Lückenschluss konnte problemlos simuliert werden. Für die Steuerung des Lückenschlusses erwies sich die Break mit einer Reduktion der Translation um etwa 50 % als sehr effektiv. Bei Verwendung des Tip-Wechsels wurde die Translation um etwa 40 % reduziert. Der jeweils ungebremste Zahn auf der anderen Seite der Lücke bewegte sich um ca. 25 % weiter in die Lücke hinein. Der Power-Tip zeigte keinen signifikanten positiven Einfluss auf die Translation. Die Kippung des Zahnes hingegen wurde durch den Power-Tip etwa verdoppelt.
Die Größenordnung der Nebenbewegungen, wie die bukkal-linguale Translation (0,1-0,3 mm) Extrusion und Intrusion (0,1-1 mm), ebenso wie die Rotation um die Zahnachse (3°) und die mesio-distale Achse (2°), bewegten sich in einem Rahmen, der klinisch als unproblematisch eingeordnet werden kann.
Mögliche Wurzelresorptionen unter Einsatz des Power-Tip konnten in vitro am OMSS nicht untersucht werden und regen zu weiteren klinischen Studien an. Die Hilfsmittel lassen sich als "moderate Verankerungen" einstufen, welche vergleichbare Werte aufwiesen, wie die Nance-Apparatur und der Headgear. Mit dem Tip-Edge-Plus-System konnte ein zufriedenstellender Lückenschluss erreicht werden, der besonders mithilfe der Break und des Tip-Wechsels gut steuerbar war.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14257}
}

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