Beckmann, Christina Johanna: Morbidität und Mortalität kolorektalchirurgischer Operationen bei Patient*innen mit Leberzirrhose. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90983
@phdthesis{handle:20.500.11811/14258,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-90983,
author = {{Christina Johanna Beckmann}},
title = {Morbidität und Mortalität kolorektalchirurgischer Operationen bei Patient*innen mit Leberzirrhose},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,

note = {Zielsetzung
Patienten, die sich einer kolorektalchirurgischen Operation unterziehen und gleichzeitig unter einer Leberzirrhose leiden, stellen eine besondere Risikogruppe dar.
Ziel der Arbeit war es, durch eine retrospektive Analyse die Morbidität und Mortalität von Patienten mit Leberzirrhose nach kolorektalchirurgischen Operationen zu untersuchen und prädiktive Risikofaktoren für ein schlechtes Outcome zu identifizieren.
Methoden
Um den Einfluss der Leberzirrhose auf das Outcome nach Kolorektalchirurgie zu untersuchen, wurden verschiedene präoperative Einflussfaktoren sowie postoperative Ergebnisse von Patienten analysiert.
Das Patientenkollektiv umfasste 77 Patienten in verschiedenen Stadien der Leberzirrhose, bei denen zwischen 1996 und Juni 2021 eine kolorektalchirurgische Operation durchgeführt wurde. Die postoperative Morbidität und Mortalität wurde anhand der Clavien-Dindo-Klassifikation sowie nach Art der Komplikationen erfasst. Um prädiktive Risikofaktoren für postoperative Komplikationen und die Mortalität zu bestimmen, wurden univariate und multivariate Analysen durchgeführt.
Ergebnisse
• Major-Komplikationen: schwere Komplikationen (> C/D IIIb) traten bei 62,7 % der Patienten auf. Als signifikante Risikofaktoren für schwerwiegende Komplikationen konnten die Hypoalbuminämie, der MELD-Score, die Operation im Notfall und die Anlage eines endständigen Stomas identifiziert werden.
• Häufigste postoperative Komplikationen: Blutungskomplikationen (41,6 %), respiratorische Komplikationen (37,3 %), Revisionseingriffe (32 %)
• 30-Tage-Mortalität: Die 30-Tage Mortalität betraf insgesamt 18,2 % der untersuchten Patienten. Im Gegensatz dazu standen 40 % der Patienten, die generell im Krankenhaus verstorben waren. Für die Krankenhaussterblichkeit beschreibt der MELD-Score den signifikanten Risikofaktor.
Diskussion
Die Kolorektalchirurgie bei Patienten mit Leberzirrhose geht mit einer deutlich erhöhten Rate von schwerwiegenden Komplikationen und einer erhöhten Mortalität einher. Für eine bessere Versorgung der Patienten mit Leberzirrhose und für eine generelle Risikominimierung besteht ein möglicher Ansatzpunkt darin, eine optimale Vorbereitung der Patienten zu erreichen. Die Berücksichtigung von Komplikationen, die eine Leberzirrhose mit sich bringt, ist auch schon während der präoperativen Phase obligat. Daher sollte bei elektiven Eingriffen eine Verschiebung des Eingriffs zugunsten einer Prähabilitation evaluiert werden.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14258}
}

Die folgenden Nutzungsbestimmungen sind mit dieser Ressource verbunden:

InCopyright