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Bedeutung der kompletten Lymphknotendissektion für das onkologische Outcome des malignen Melanoms im Zeitalter der molekularen Tumortherapie

dc.contributor.advisorSemaan, Alexander
dc.contributor.authorKönig, Martin Sebastian
dc.date.accessioned2026-07-13T07:40:12Z
dc.date.available2026-07-13T07:40:12Z
dc.date.issued13.07.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14278
dc.description.abstractHintergrund: Das maligne Melanom mit lokoregionären Lymphknotenmetastasen wurde historisch mittels kompletter Lymphknotendissektion (CLND) behandelt, deren onkologischer Nutzen jedoch zunehmend infrage gestellt wird. Daher wurde das onkologische Outcome der CLND über einen Zeitraum von 17 Jahren systematisch analysiert.
Methoden: Es wurde eine retrospektive monozentrische Studie mit Patienten im Melanom-Stadium III durchgeführt, die zwischen 2005 und 2021 behandelt wurden. Die Patienten wurden nach klinisch okkulten versus klinisch apparenten Lymphknotenmetastasen sowie nach Behandlung mittels CLND oder nicht-operativem Management stratifiziert. Als Endpunkte wurden Gesamtüberleben (OS), metastasenfreies Überleben (MFS) und nodalrezidivfreies Überleben (NRFS) erfasst.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 428 Patienten eingeschlossen, davon 228 mit klinisch okkulten und 200 mit klinisch apparenten Lymphknotenmetastasen. In der okkulten Kohorte wurden durch die CLND weder NRFS, MFS noch OS signifikant verbessert. Bei Patienten mit apparenten Metastasen wurde durch die CLND das NRFS signifikant verbessert (p < 0,001), ein Vorteil im MFS oder OS zeigte sich jedoch nicht. Postoperative Komplikationen vom Clavien-Dindo-Grad III oder höher traten bei 24,4% der Patienten nach CLND auf.
Schlussfolgerung: Bei malignem Melanom im Stadium III wird das Überleben bei klinisch okkulten Lymphknotenmetastasen durch die CLND nicht verbessert. Bei klinisch apparenten Lymphknotenmetastasen wird durch die CLND die regionale Krankheitskontrolle verbessert, ohne dass OS oder MFS beeinflusst werden. Diese Ergebnisse unterstützen ein selektives, individualisiertes Therapiekonzept bei lokoregionärer Erkrankung mit klinisch apparenten Lymphknotenmetastasen und stehen im Einklang mit aktuellen Strategien unter Einbeziehung neoadjuvanter Immuntherapie.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectMalignes Melanom
dc.subjectkomplette Lymphknotendissektion
dc.subjectLymphadenektomie
dc.subjectLymphknotenmetastasen
dc.subjectpostoperative Komplikationen
dc.subjectnodalrezidivfreies Überleben
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleBedeutung der kompletten Lymphknotendissektion für das onkologische Outcome des malignen Melanoms im Zeitalter der molekularen Tumortherapie
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91229
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID9122
ulbbnediss.date.accepted11.05.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeMustea, Alexander
ulbbnediss.contributor.gnd1409395111


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