Rösler, Olav Sven: Perioperatives Temperaturmanagement in der Off-Pump-Herzchirurgie: Effektivität komprimierbarer und nicht-komprimierbarer Unterkörper-Wärmesysteme. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91338
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91338
@phdthesis{handle:20.500.11811/14288,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91338,
author = {{Olav Sven Rösler}},
title = {Perioperatives Temperaturmanagement in der Off-Pump-Herzchirurgie: Effektivität komprimierbarer und nicht-komprimierbarer Unterkörper-Wärmesysteme},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = jul,
note = {Zielsetzung: Vergleich der intraoperativen Aufrechterhaltung der Körperkerntemperatur zwischen einem nicht-kompressiblen und einem kompressiblen Unterkörper-Warmluftsystem in der Off-Pump-Herzchirurgie.
Design: Retrospektive Single-Center-Kohortenstudie mit Vorher-Nachher-Vergleich.
Setting: Herz-OP und Intensivstation eines universitären Maximalversorgers.
Patientenkollektiv: 100 erwachsene Patienten (≥ 18 Jahre), die zwischen Mai 2021 und Juli 2023 elektiv einen OPCAB- oder MIDCAB-Eingriff erhielten.
Intervention: Intraoperative Unterkörper-Wärmung mittels kompressiblem Warmluftsystem (Sollwert 43 °C) oder nicht-kompressiblem Warmluftsystem (Sollwert 43 °C).
Methodik: Die Körperkerntemperatur wurde kontinuierlich über einen Blasenthermistor von Anästhesieeinleitung bis Verlegung auf die Intensivstation erfasst. Primärer Endpunkt war die maximale negative Abweichung von der Baseline (ΔTneg). Zur Adressierung von Baseline-Imbalancen im Vorher-Nachher-Design wurde ein Propensity-Score-Overlap-Weighting durchgeführt.
Ergebnisse: Die maximale negative Temperaturabweichung unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen (nicht-kompressibel: Median −0,40 °C [IQR −0,75 bis 0,00] vs. kompressibel: Median −0,50 °C [IQR −1,10 bis −0,10]; Hodges-Lehmann-Differenz −0,10 °C [95 %-KI −0,40 bis 0,10]; p = 0,231). In der Propensity-Score-gewichteten multivariablen Regression war lediglich die Baseline-Temperatur unabhängig mit ΔTneg assoziiert (β = −0,36 [95 %-KI −0,59 bis −0,13]; p = 0,002); das Wärmesystem selbst zeigte keinen signifikanten Effekt (β = −0,07 [95 %-KI −0,32 bis 0,19]; p = 0,62). Die Hypothermie-Inzidenz (<36,0 °C) war vergleichbar (37,3 % vs. 32,7 %; p = 0,679), ebenso die Temperatur am OP-Ende und bei ICU-Aufnahme.
Fazit: In der Off-Pump-Herzchirurgie zeigten kompressible und nicht-kompressible Unterkörper-Warmluftsysteme eine vergleichbare intraoperative Thermoregulation. Prospektive, randomisierte Studien sind erforderlich, um eine Äquivalenz zu bestätigen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14288}
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Design: Retrospektive Single-Center-Kohortenstudie mit Vorher-Nachher-Vergleich.
Setting: Herz-OP und Intensivstation eines universitären Maximalversorgers.
Patientenkollektiv: 100 erwachsene Patienten (≥ 18 Jahre), die zwischen Mai 2021 und Juli 2023 elektiv einen OPCAB- oder MIDCAB-Eingriff erhielten.
Intervention: Intraoperative Unterkörper-Wärmung mittels kompressiblem Warmluftsystem (Sollwert 43 °C) oder nicht-kompressiblem Warmluftsystem (Sollwert 43 °C).
Methodik: Die Körperkerntemperatur wurde kontinuierlich über einen Blasenthermistor von Anästhesieeinleitung bis Verlegung auf die Intensivstation erfasst. Primärer Endpunkt war die maximale negative Abweichung von der Baseline (ΔTneg). Zur Adressierung von Baseline-Imbalancen im Vorher-Nachher-Design wurde ein Propensity-Score-Overlap-Weighting durchgeführt.
Ergebnisse: Die maximale negative Temperaturabweichung unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen (nicht-kompressibel: Median −0,40 °C [IQR −0,75 bis 0,00] vs. kompressibel: Median −0,50 °C [IQR −1,10 bis −0,10]; Hodges-Lehmann-Differenz −0,10 °C [95 %-KI −0,40 bis 0,10]; p = 0,231). In der Propensity-Score-gewichteten multivariablen Regression war lediglich die Baseline-Temperatur unabhängig mit ΔTneg assoziiert (β = −0,36 [95 %-KI −0,59 bis −0,13]; p = 0,002); das Wärmesystem selbst zeigte keinen signifikanten Effekt (β = −0,07 [95 %-KI −0,32 bis 0,19]; p = 0,62). Die Hypothermie-Inzidenz (<36,0 °C) war vergleichbar (37,3 % vs. 32,7 %; p = 0,679), ebenso die Temperatur am OP-Ende und bei ICU-Aufnahme.
Fazit: In der Off-Pump-Herzchirurgie zeigten kompressible und nicht-kompressible Unterkörper-Warmluftsysteme eine vergleichbare intraoperative Thermoregulation. Prospektive, randomisierte Studien sind erforderlich, um eine Äquivalenz zu bestätigen.},
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