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Katheterablation der Pulmonalvenen bei Vorhofflimmern: a) 1-Jahres-Verlauf b) Vergleich prozeduraler Charakteristika und klinischer Effektivität zweier unterschiedlicher Kryoballon-Ablationssysteme

dc.contributor.advisorLickfett, Lars
dc.contributor.authorGeorgiou, Kristina
dc.date.accessioned2026-07-30T12:59:11Z
dc.date.available2026-07-30T12:59:11Z
dc.date.issued30.07.2026
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/14335
dc.description.abstractDie Pulmonalvenenisolation (PVI) mittels Kryoballon ist ein etabliertes Verfahren zur Rhythmuskontrolle bei paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern (VHF). Neuere Kryoballon-Systeme (POLARx®) versprechen verbesserte Ballon-Compliance und Kühlcharakteristika gegenüber dem etablierten (Arctic Front®)-System. Ziel dieser Studie war ein direkter Vergleich beider Systeme hinsichtlich prozeduraler Kennzahlen, Komplikationen und klinischer Effektivität nach 12 Monaten.
In einer monozentrischen, retrospektiven Beobachtungsserie wurden 200 konsekutive Patienten mit VHF (Nov 2019–Sep 2020; Mai 2021–Apr 2022) analysiert. Je 100 Patienten wurden mit dem Arctic Front® bzw. POLARx® 28 mm Kryoballon behandelt. Erhobene Parameter umfassten Demographie, CHA2DS2-VASc, kardiovaskuläre Risikofaktoren, prozedurale Daten (Anzahl Applikationen pro Vene, Durchschnittstemperaturen, Ablations- und Durchleuchtungszeit, Kontrastmittelverbrauch), periinterventionelle Komplikationen sowie Rhythmuserfolg bei 3, 6 und 12 Monaten.
Die Kohorten waren hinsichtlich CHA2DS2-VASc vergleichbar (Mittelwert ≈2,3). POLARx® zeigte signifikant häufiger Energieapplikationen pro Vene und deutlich niedrigere Durchschnittstemperaturen (z. B. LSPV −61,3 °C vs. −51,6 °C; p<0,001). Arctic Front® war mit längeren Durchleuchtungszeiten, höherer Strahlendosis und größerem Kontrastmittelverbrauch assoziiert (Röntgendauer 17,8 vs. 15,1 min; Dosis/Kontrast p<0,05). Die durchschnittliche Krankenhausverweildauer war bei POLARx® kürzer (35 vs. 57 Std.; p<0,001). Periinterventionelle Komplikationen traten selten auf: Nervus-phrenicus-Parese einmal (POLARx®) vs. drei Fälle (Arctic Front®); vereinzelte perikardiale Reizergüsse; keine Schlaganfälle oder Todesfälle. Nach 12 Monaten befanden sich 92 % (POLARx®) bzw. 88 % (Arctic Front®) der Patienten im Sinusrhythmus (Unterschied nicht signifikant); Re-Ablationsrate 4 % vs. 9 % (p=0,152). Auch die 3- und 6-Monats-Follow-ups zeigten vergleichbare Ergebnisse.
Beide Kryoballon-Systeme erzielten hohe Langzeiterfolgsraten und ein günstiges Sicherheitsprofil. POLARx® unterscheidet sich durch tiefere Kryotemperaturen, häufiger kurze Applikationen, geringere Strahlenexposition, reduzierten Kontrastmittelbedarf und kürzere Krankenhausaufenthalte. Klinische Outcomes nach 12 Monaten sind zwischen den Systemen vergleichbar; beobachtete Trends zugunsten von POLARx® erfordern jedoch Bestätigung in größeren, randomisierten Studien.
de
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectVorhofflimmern
dc.subjectPulmonalvenenisolation
dc.subjectKryoablation
dc.subjectFollow Up
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleKatheterablation der Pulmonalvenen bei Vorhofflimmern: a) 1-Jahres-Verlauf b) Vergleich prozeduraler Charakteristika und klinischer Effektivität zweier unterschiedlicher Kryoballon-Ablationssysteme
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-91557
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID9155
ulbbnediss.date.accepted17.07.2026
ulbbnediss.instituteMedizinische Fakultät / Kliniken : Medizinische Klinik und Poliklinik II - Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin
ulbbnediss.institute.otherEv. Krankenhaus Bethesda Mönchengladbach – Johanniter GmbH
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeSkowasch, Dirk


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