Timmermann, Christian: Teilflächenspezifische Unkrautkontolle im präzisen Pflanzenbau unter Berücksichtigung von Ertragsdaten und Bodenparametern. - Bonn, 2001. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-00702
@phdthesis{handle:20.500.11811/1680,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-00702,
author = {{Christian Timmermann}},
title = {Teilflächenspezifische Unkrautkontolle im präzisen Pflanzenbau unter Berücksichtigung von Ertragsdaten und Bodenparametern},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2001,
note = {Im Rahmen der vorliegenden Studie wurde die teilschlagspezifische Unkrautkontrolle über vier Jahre in einer Felderfolge bestehend aus Winterweizen, Wintergerste, Körnermais und Zuckerrübe durchgeführt. Die aus der praktischen Umsetzung des Verfahrens gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse lassen die Bewertung der technischen Anforderungen, der Wirtschaftlichkeit und der Umweltverträglichkeit der präzisen Unkrautkontrolle zu.
In Abhängigkeit von der Bekämpfungsschwelle und dem kulturspezifischen Unkrautaufkommen waren die Potenziale Herbizide einzusparen in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich hoch. Im Wintergetreide lagen die durchschnittlichen Einsparungen an Gräserherbiziden bei ca. 90 %, im Mais bei 78 % und in Zuckerrüben bei 36 %. Die Einsparungen an Herbiziden gegen dikotyle Unkräuter lagen im Wintergetreide bei 60 %, im Mais bei 11 % und in Zuckerrüben bei 41 %. Die monetären Einsparungen durch den verminderten Herbizideinsatz und die Reduzierung der Herbiziddosis variierten zwischen den Kulturen in Abhängigkeit vom Herbizidpreis und dem Einsparpotenzial. Im Körnermais konnten 42 €/ha, in Winterweizen 32 €/ha, in Wintergerste 27 €/ha und in Zuckerrüben 20 €/ha eingespart werden. Außer aus der Herbizideinsparung resultierte der ökologische Nutzen aus der Aussparung großer Teilflächen von der Herbizidapplikation über mehrere Jahre. Flora und Fauna können sich in solchen Bereichen, in denen die Unkrautdichte unter der Bekämpfungsschwelle lag, ungestörter entwickeln.
Für die technische Umsetzung des Verfahrens der teilschlagspezifischen Unkrautkontrolle in der Praxis sind Entwicklungen im Bereich der automatischen Unkrauterkennung und bei der Applikationstechnik wie die Möglichkeiten zum Wirkstoffwechsel und Dosisregulierung während der Fahrt notwendige Voraussetzungen.
Die Entwicklung von teilschlagspezifischen Entscheidungsmodellen, die zusätzlich zur heterogenen Unkrautverteilung auch Inhomogenitäten der Bodeneigenschaften innerhalb von Ackerschlägen berücksichtigen, trägt zu einem effizienteren Herbizideinsatz bei.
Die Analyse der Gründe von schlaginternen Ertragsunterschieden wurde in der Arbeit mit dem Ziel durchgeführt, die teilschlagspezifische Unkrautkontrolle in den präzisen Pflanzenbau einzuordnen und damit den Betriebsmitteleinsatz zu optimieren. Als ertragsbegrenzende Faktoren konnten Bodenunterschiede und Topografie, die einen Einfluss auf die Wasserversorgung der Kulturpflanzen hatten, sowie die Bewirtschaftungsgeschichte, die den Humus- und die Nähstoffgehalt der Böden beeinflusste, und eine hohe Unkrautdichte identifiziert werden. Liegen natürliche Ursachen für Ertragsunterschiede vor, ist der Einsatz der Betriebsmittel an das jeweilige Ertragspotenzial anzupassen. Im einzelnen bedeutet das, dass die Saatdichte auf ertragsschwachen Teilflächen geringer zu wählen ist, die Düngung sich an den jeweiligen Nährstoffentzügen zu orientieren hat und Schadenschwellen für den Einsatz von Pestiziden an wechselnde Konkurrenzverhältnisse und zu erwartende monetäre Erträge der Teilflächen anzupassen sind. Haben die Ertragsunterschiede Ursachen, die auf die Bewirtschaftung zurückzuführen sind, ist beim teilflächenspezifischen wirtschaften darauf hinzuarbeiten, die Heterogenitäten im Ertrag zu beseitigen. Hier sind langfristig geplante Maßnahmen zur Aufdüngung mit Grundnährstoffen oder zur Beseitigung von Unkrautnestern in den betroffenen Teilflächen geeignet.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1680}
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