Schulte auf'm Erley, Gunda: Die Stickstoff- und Kohlenstoffallokation von Gräsern mit unterschiedlicher Wachstumsdynamik (Lolium perenne L. und Festuca rubra L.). - Bonn, 2001. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-02000
@phdthesis{handle:20.500.11811/1687,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-02000,
author = {{Gunda Schulte auf'm Erley}},
title = {Die Stickstoff- und Kohlenstoffallokation von Gräsern mit unterschiedlicher Wachstumsdynamik (Lolium perenne L. und Festuca rubra L.)},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2001,
note = {Die Artenzusammensetzung von Grünlandbeständen wird von Standort-, Klima- und Bodenbedingungen beeinflußt. Vor allem eine höhere Intensität der Stickstoffdüngung führt zu einer Verschiebung des Artenspektrums hin zu stickstoffliebenderen Arten. Während Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die floristische Bestandeszusammensetzung hinreichend dokumentiert sind, ist über die pflanzenphysiologischen und morphologischen Ursachen, die zur Adaption wichtiger Bestandsbildner an den Standort beitragen, relativ wenig bekannt.
In der vorliegenden Arbeit wurde mit Hilfe stabiler Stickstoff- und Kohlenstoff-Isotope untersucht, wie zwei in ihren Ansprüchen an die Stickstoffverfügbarkeit des Standortes sehr verschiedene Grasarten (Lolium perenne und Festuca rubra) sich im Kohlenstoff- und Stickstoffhaushalt unterscheiden und welche Veränderungen in der Stickstoff- und Kohlenstoff-Allokation damit verbunden sind. Beide Spezies wurden jeweils unter einer ausreichenden (N+) und einer reduzierten (N-) Stickstoffversorgungsstufe in Klimakammern auf Nährlösung angezogen. Es wurde von der Hypothese ausgegangen, daß sich die Arten in ihrer momentanen Effizienz des Stickstoff- und Kohlenstoffhaushaltes nicht sehr stark unterscheiden, daß es aber Unterschiede in der Wiederverwendung einmal gewonnener Assimilate gibt.
Es zeigte sich, daß L. perenne unter N+ eine um 20 % höhere relative Wachstumsrate (mg g-1 d-1) erreichte als F. rubra. Unter N- unterschieden sich die Spezies dagegen kaum in ihrer relativen Wachstumsrate. Die Gründe für ein potentiell höheres Wachstum von L. perenne lagen v. a. in der höheren spezifischen Blattfläche (mm2 mg-1) dieser Spezies.
Die Stickstoffeffizienz (g g-1 N d-1) war bei L. perenne unter N+ gegenüber F. rubra etwa um 10 % erhöht und unter N- zwischen den Spezies annähernd gleich. Die photosynthetische Stickstoffausnutzung der einzelnen Blätter war dabei unter N+ bei L. perenne beinahe doppelt so hoch wie bei F. rubra und unter N- bei beiden Arten etwa gleich hoch.
Eine Wiederverwendung von Stickstoff- und Kohlenstoffassimilaten seneszierender Blätter während des Wachstums ließ sich für beide Spezies nachweisen. Unterschiede zwischen den Spezies in der Menge des retranslozierten Kohlenstoffs oder Stickstoffs oder in den Prioritäten der Verteilung ließen sich allerdings nicht absichern. In einem Teilexperiment gab es jedoch Hinweise darauf, daß F. rubra in der Lage war, deutlich größere Anteile der im ausgewachsenen Blatt vorhandenen Stickstoffassimilate zu exportieren und damit wiederzuverwenden.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1687}
}

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