Mäß, Carmen: Untersuchungen zur Rolle der O-glykosidisch gebundenen N-Acetylglucosamin-Modifikation von Proteinen beim proteolytischen Prozessieren des humanen Amyloid Precursor Proteins. - Bonn, 2002. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-02026
@phdthesis{handle:20.500.11811/1764,
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author = {{Carmen Mäß}},
title = {Untersuchungen zur Rolle der O-glykosidisch gebundenen N-Acetylglucosamin-Modifikation von Proteinen beim proteolytischen Prozessieren des humanen Amyloid Precursor Proteins},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2002,
note = {Das Amyloid Precursor Protein (APP) spielt eine zentrale Rolle bei der Pathogenese der Alzheimer Demenz (AD). APP wird durch die sog. α-, β- und γ-Sekretase zu verschiede­nen proteolytischen Fragmenten gespalten. Diese Prozessierung von APP wird u.a. durch verschiedene Signalkaskaden reguliert.
O-glykosidisch an Serin- oder Threonin-Reste gebundenes N-Acetylglucosamin (O-GlcNAc) ist eine ubiquitäre intrazelluläre Kohlenhydratmodifikation von Proteinen. O-GlcNAc scheint u.a. die Assoziation von Proteinen zu beeinflussen und ein zur Phospho­rylierung alternatives Signaltransduktionssystem darzustellen.
Basierend auf früheren Untersuchungen, in denen gezeigt worden war, dass (a) APP O-GlcNAc-modifiziert ist und (b) in humanen Hirnregionen von AD-Patienten die O-GlcNAc-Expression signifikant erhöht ist, sollte in der vorliegenden Arbeit die Bedeutung der O-GlcNAc-Modifikation von Proteinen für das proteolytische Prozessieren des huma­nen APP695 untersucht werden. Dazu wurden Experimente an stabil mit der cDNA des humanen APP695 transfizierten N2a-Zellen durchgeführt. Im Vergleich zu nicht-transfi­zierten, parentalen N2a-Zellen wiesen die das humane APP695 exprimierenden N2a-Zellen längere Neuriten sowie eine gesteigerte Zelladhäsion auf. Die Beobachtung steht im Ein­klang mit Untersuchungen an anderen APP-exprimierenden Zellen.
Es konnte gezeigt werden, dass das von den N2a-Zellen exprimierte humane APP695 O-GlcNAc-modifiziert ist. Die unreife Form des Proteins wies eine stärkere O-GlcNAcylie­rung auf als die reife Form. Dies traf sowohl für den Wildtyp als auch die schwedische Mutante des humanen APP695 zu.
Es wurde kein signifikanter Einfluss einer erhöhten O-GlcNAc-Modifikation von Pro­teinen auf die Sekretion des humanen APPs bzw. APP beobachtet. Im Gegensatz dazu konnte eine signifikant reduzierte Sekretion des humanen Aβx-40 verzeichnet werden, was jedoch einer Absicherung durch weitere Versuche bedarf. Dieses vorläufige Ergebnis könnte auf eine Beteiligung der O-GlcNAcylierung an der Regulation der Prozessierung von APP hindeuten.
Des weiteren führte die gesteigerte O-GlcNAc-Modifikation von Proteinen zu einer ver­stärkten Expression des humanen APP695 in Neuriten. Daraus lässt sich schließen, dass die O-GlcNAcylierung von APP selbst oder aber von anderen Proteinen möglicherweise eine wichtige Rolle beim axonalen Transport von APP spielt.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1764}
}

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