Dressel, Joachim: Transport von Ethidimuron, Methabenzthiazuron und Wassertracern in einer Parabraunerde. - Bonn, 2004. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-04433
@phdthesis{handle:20.500.11811/1880,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-04433,
author = {{Joachim Dressel}},
title = {Transport von Ethidimuron, Methabenzthiazuron und Wassertracern in einer Parabraunerde},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2004,
note = {In einer typischen Parabraunerde wurden Stofftransportexperimente in 4 ungestörten Laborbodensäulen, 12 Freilandlysimetern an 2 Standorten (Profiltiefe 1,1 m) sowie auf einer 1 ha-Feldfläche durchgeführt. Im Feldboden wurden Wasserfluß und Stofftransport mit einer aktiven, kontinuierlichen Sickerwasserbeprobung durch 60 Saugplatten a 0,06 m2 mit bodentensionsgesteuertem Unterdruck in den Tiefen 0,4 m und 1,2 m erfaßt. Alle Versuchsglieder wurden bewuchsfrei gehalten. Die Feldfläche und die Lysimeter erhielten 1997 eine Frühjahrsapplikation von 6,2 kg ha-1 Difluorbenzoesäure (DFB) sowie eine Herbstapplikation von 300 kg ha-1 Bromid, 1,4 kg ha-1 Ethidimuron (ETD) und 1,6 kg ha-1 Methabenzthiazuron (MBT). DFB und Bromid fungierten als Wassertracer. Der Wasser- und Wärmehaushalt des Bodens wurde durch Niederschlags- und Sickerwassermessungen sowie tiefenaufgelöste Bodenfeuchte-, Saugspannungs- und Bodentemperaturmessungen erfaßt.
Die Sickerwassermengen der Lysimeter an den beiden Standorten waren nahezu identisch. Die mittleren Sickerwassermengen der Saugplatten in 1,2 m Tiefe beliefen sich auf 67% der Mengen in den Lysimetern. Die Heterogenität der Sickerwassermengen war zwischen den einzelnen Saugplatten erheblich größer als die zwischen den einzelnen Lysimetern.
Innerhalb der ersten Wochen nach Applikation konnten in allen Systemen Substanzdurchbrüche beobachtet werden (präferentieller Fluß), in den Perkolaten der Lysimeter jedoch ausgeprägter als in denen der Saugplatten in 1,2 m Tiefe. Alle ETD- und MBT-Austräge (<0,05-0,95% in den verschiedenen Systemen) wurden wegen ihres frühen Auftretens als präferentiell klassifiziert. Präferentieller Fluß wurde durch den fehlenden Pflanzenbewuchs wahrscheinlich sehr begünstigt, wie Vergleiche mit Lysimeteruntersuchungen unter Bewuchs zeigten. Die Durchbruchskurven der Wassertracer DFB und Bromid wurden annähernd vollständig erfaßt. DFB wurde in den Lysimeterperkolaten nur zu circa 53% wiedergefunden und kann daher nicht als konservativer Wassertracer gelten. Die Tracer-Durchbruchskurven der einzelnen Saugplatten zeigen eine ausgeprägte Heterogenität.
Begleitend zu den Feld- und Lysimeterversuchen wurden Batch- und Bodensäulenversuche zur Adsorption von ETD an den Oberboden der Parabraunerde durchgeführt. Der im Batchversuch bestimmte Adsorptionskoeffizient der Freundlich-Isotherme Kf,oc betrug 28 L kg-1, nahm jedoch während der drei Desorptionsschritte auf 145 L kg-1 zu. Im Bodensäulenversuch wurde mittels inverser Simulation der Durchbruchskurven ein durchschnittlicher Gleichgewichts-Kf,oc von 271 L kg-1 bei einer ausgeprägte Kinetik der Sorption ermittelt.
Simulationsrechnungen mit dem Verdunstungsmodell Beklima in Verbindung mit dem Wasser- und Stofftransportmodell Hydrus sowie dem Wasser- und Stofftransportmodell Pelmo v3.0 und modellinterner Verdunstungsberechnung nach Haude konnten die Sickerwasserbildung der experimentellen Systeme annähernd (Beklima/Hydrus) beschreiben beziehungsweise überschätzten sie deutlich (Pelmo). Unter Annahme einer Gleichgewichtssorption für ETD wurde der Durchbruch von ETD von beiden Modellen deutlich überschätzt. Mit der in den Bodensäulenversuchen ermittelten Sorptionskinetik berechnete Hydrus bis zum Ende des Beobachtungszeitraumes keine Stoffausträge. Da Hydrus präferentiellen Stofftransport nicht vorhersagen kann, wird dieses Ergebnis durch die Messungen bestätigt.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/1880}
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