José Gonzalez, Nadine: Neuere Untersuchungen der Fasertexturen am palmodigitalen Übergang. - Bonn, 2006. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-08604
@phdthesis{handle:20.500.11811/2433,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-08604,
author = {{Nadine José Gonzalez}},
title = {Neuere Untersuchungen der Fasertexturen am palmodigitalen Übergang},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2006,
note = {An 60 rechten und linken Feuchtpräparaten von Händen älterer Erwachsener beider Geschlechter aus dem Anatomischen Institut der Universität Bonn wurden die Längsfaszikel der Palmaraponeurose, die Septen der Hohlhand, der palmodigitale Übergangsbereich, das Lig. metacarpale transversum superficiale (Lig. natatorium, „Schwimmband“) lupenpräparatorisch dargestellt und nach Bestimmung reproduzierbarer Merkmale vermessen.
An 17 Händen stellte sich für die Längsfaszikel heraus, dass sie sich fast immer (Ausnahme Mittelfinger) von proximal nach distal fächerförmig verbreitern. Bis zu einem Faserknoten, der zwischen dem ZANCOLLI - Komplex und der Grundgelenkfurche liegt, ziehen die Fasern fächerförmig gegen die Finger. Der Faserknoten fand sich in fast allen Präparaten. Er liegt im Bereich der Mittel- und Ringfinger am weitesten vom ZANCOLLIKomplex entfernt. Von ihm ziehen oberflächliche Fasern vertikal zur Haut. Tiefer gelegene ziehen schiffskielähnlich nach radial bzw. ulnar-dorsal an die Beugesehnenscheide. Einzelne Fasern gehen fortlaufend in den Komplex des „Schwimmbandes“ über.
Die dorsal von der Palmaraponeurose liegenden Septen werden in zwei marginale und sieben intermediäre eingeteilt. Die distale Hohlhand wir durch diese Septen in mehrere Fächer getrennt, wobei alle Septen eine unterschiedliche Ausbreitung haben. Sie sind palmar länger als dorsal, und proximal höher als distal. Vom Zeigefinger zum Ringfinger nehmen die intermediären Septen an Länge und Höhe zu. An den Ringfingern fanden wir die längste und höchste Ausdehnung der Septen.
Die jeweils radial und ulnar in die Tiefe zur Außenseite der Beugesehnenscheide an das Ringband A1 ziehenden Fasern der Längsfaszikel sind radial immer kräftiger als ulnar ausgebildet. An den Zeigefingern fanden wir die kräftigsten, an den Ringfingern die breitesten retrovaskulären Fasern. Je kräftiger das Band, desto dünner war es angelegt. Vom Zeige- zum Ringfinger verbreitern sich die Bänder, wobei sie gleichzeitig an Dicke abnehmen.
Das Lig. natatorium ist von seiner ulnaren bis zur radialen Befestigung im Mittel 83,3 mm lang. Wir konnten einen Längenunterschied von 2,9 mm zugunsten der linken Hände beobachten. Ulnar konnten wir einen breiteren Ansatz als radial darstellen. Die Breite des „Schwimmbandes“ wurde von uns jeweils über dem Fingerstrahl abgegriffen, so dass wir von den Zeigefingern bis zu den Ringfingern eine Zunahme der Breite feststellten.
Verbindungsfasern zwischen der Beugesehnenscheide und dem „Schwimmband“ konnten wir an 25 Feuchtpräparaten darstellen. Das „Schwimmband“ ist durch tiefe, sich überkreuzende peritendinöse Fasern unterschiedlicher Dicke mit der Beugesehnenscheide fixiert. Dabei verläuft je eine Faser radial bzw. ulnar zum Schwimmband. Die radial an das Lig. natatorium verlaufende Faser erscheint immer länger und kräftiger als die ulnare. Im Vergleich der Finger stellten sich für die Mittel und Ringfinger kräftigere Fasern der Struktur als für die Zeigefinger heraus.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/2433}
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