Walther, Christiane: Ist die Versorgung zahnloser Kiefer mit konventionellen Totalprothesen heute noch zeitgemäß?. - Bonn, 2006. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-08879
@phdthesis{handle:20.500.11811/2443,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-08879,
author = {{Christiane Walther}},
title = {Ist die Versorgung zahnloser Kiefer mit konventionellen Totalprothesen heute noch zeitgemäß?},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2006,
note = {Mit dem immer umfassenderen Einsatz von Implantaten in der Zahnmedizin stellte sich die Frage, ob konventionelle Totalprothesen heute noch die zeitgemäße Versorgung zahnloser Kiefer darstellen.
Das Ziel dieser Arbeit war es, einen Überblick über die Veröffentlichungen zu den aktuellen Behandlungsmöglichkeiten sowie über den Behandlungsbedarf des Zahnlosen zu erstellen. Der kritische Vergleich von werkstoffkundlichen sowie biologisch-funktionellen Aspekten aber auch geriatrischen, psychologischen und sozialen Aspekten sollte zur Klärung der Fragestellung dieser Dissertation führen.
Publikationen wurden über wissenschaftliche Suchmaschinen im Internet recherchiert und selektiert. Weiterhin wurden aktuelle Daten und Statistiken vom Verband deutscher Rentenversicherungsträger, vom Statistischen Bundesamt Deutschland sowie von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung angefordert. In einem vergleichenden Überblick wurden zahnärztlich-wissenschaftsbezogene, patientenbezogene und zahnärztlich-praxisbezogene Studien, Untersuchungen und Daten seit 1965 analysiert und ausgewertet.
In der Auswertung zeigte sich vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen die deutliche Überlegenheit der implantatgestützten Versorgung im Unterkiefer. Unter anderem zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Kaufunktion sowie die Vermeidung bzw. Reduktion von Alveolarkammresorptionen. Gleichartige Untersuchungen im Oberkiefer belegten, dass auch ohne Implantate eine suffiziente Versorgung möglich ist. Die Ergebnisse der patientenbezogenen Studien zeigten sowohl Parallelen zum objektiven Befund als auch Diskrepanzen, deren Ausmaß zu einem entscheidenden Teil von sozialem Status, Bildungsgrad und allgemeinen Lebensumständen beeinflusst wurden. In Bezug auf prothesenbedingte Beschwerden sowie auf die psychosozialen Auswirkungen zeigte sich die deutliche Überlegenheit der implantatgestützten Prothesen im Unterkiefer. Praxisbezogen zeigte sich, dass soziale, medizinische oder auch alterbedingte Faktoren in vielen Fällen trotz der objektiv besseren Versorgung mit Implantaten nur die Versorgung mit konventionellen Prothesen zulassen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen zum jetzigen Zeitpunkt den Schluss zu, dass die Versorgung mit konventionellen Totalprothesen nach wie vor zeitgemäß ist, die Versorgung mit Implantaten aber gerade im Unterkiefer vom wissenschaftlichen Standpunkt aus die bessere Therapie darstellt.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/2443}
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