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Multidimensionale Persönlichkeitserfassung bei Patienten mit psychogenen nichtepileptischen Anfällen (PNEA)

dc.contributor.advisorBauer, Jürgen
dc.contributor.authorDerfuß, Rolf Michael
dc.date.accessioned2020-04-09T18:37:04Z
dc.date.available2020-04-09T18:37:04Z
dc.date.issued2007
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/2886
dc.description.abstractFragestellung: Lassen sich bei Patienten mit psychogenen nicht-epileptischen Anfällen (PNEA) maladaptive Persönlichkeitsstrukturen finden und , wenn dies der Fall ist, entsprechen diese einem bestimmten oder verschiedenen Mustern.
Methodik: Wir untersuchten 85 PNEA-Patienten, die sich im Zeitraum von April 1991 bis April 2001 an der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn vorstellten. Diese, wie auch 63 Patienten mit Epilepsie und 100 freiwillige, gesunde Probanden als Vergleichskollektive, füllten per Post versandte Fragebögen aus , die auch den Dimensional Assessment of Personality Pathology-Basic Questionaire (DAPP-BQ) enthielten. Wir verglichen die sich aus dem DAPP-BQ ergebenden Werte der zwei Patienten- und einer nicht-klinischen Kontrollgruppen und unterzogen die PNEA-Gruppe anschließend einer Cluster-Analyse.
Ergebnisse: Es konnte gezeigt werden, dass es kein einziges typisches Persönlichkeitsprofil für PNEA-Patienten gibt, sondern dass verschiedene Formen der Persönlichkeitspathologie unterschieden werden können. Im ersten Cluster (43 Patienten) zeigten sich erhöhte Werte in allen vier Dimensionen höherer Ordnung, ein Querschnitt, wie er sich ähnlich bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen findet. Cluster 2 (37 Patienten) zeichnete sich durch erhöhte „Zwanghaftigkeits“-Werte aus, wie man sie auch bei Patienten mit einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung findet. Cluster 3 (4 Patienten) zeigte ein Profil, das dem bei vermeidenden Persönlichkeitsstörungen ähnelt. Ein viertes Cluster bestand aus einem einzelnen Patienten, der als Ausreißer angesehen und nicht in die weitere Analyse mit einbezogen wurde. Die klinische Prognose variierte zwischen den verschiedenen Clustern.
Schlussfolgerung: In der großen Gruppe der Patienten mit PNEA finden sich häufig maladaptive Persönlichkeitszüge, die verschiedenen beschriebenen Persönlichkeitsstörungen mit charakteristischen Persönlichkeitsprofilen ähneln. Verbesserte Therapiemöglichkeiten lassen sich daher eventuell aus den bekannten Therapieansätzen bei diesen Störungen ableiten.
en
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleMultidimensionale Persönlichkeitserfassung bei Patienten mit psychogenen nichtepileptischen Anfällen (PNEA)
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-09063
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID906
ulbbnediss.date.accepted06.11.2006
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeJessen, Frank Olaf


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