Lindenberg, Robert: Heteromodale Untersuchung der sprachlichen Perzeption mittels funktioneller Magnetresonanztomographie. - Bonn, 2007. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-12335
@phdthesis{handle:20.500.11811/3024,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-12335,
author = {{Robert Lindenberg}},
title = {Heteromodale Untersuchung der sprachlichen Perzeption mittels funktioneller Magnetresonanztomographie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2007,
note = {Einleitung: Die Untersuchung sprachspezifischer Phänomene mit dem Ziel einer cerebralen Lokalisation hat seit dem 19. Jahrhundert tiefgreifende Modifikationen durchlaufen. Die bildgebenden Verfahren ermöglichten es, Vorgänge der Kognition in vivo zu studieren. Es resultierte eine Modifikation der traditionellen Sprachmodelle, wobei sich in der Vielzahl verschiedener Veröffentlichungen eine unvereinbare Heterogenität von einzelnen, speziellen Aspekten zeigt. Entgegen einer Suche nach Subfunktionen der Sprachverarbeitung soll Ziel dieser Studie daher sein, mittels funktioneller Magnetresonanztomographie die modalitätsunabhängigen cerebralen Repräsentationen der Sprachperzeption in einem globalen Sinn zu untersuchen.
Methoden: Es wurden neunzehn gesunde Probanden in einem kombinierten visuellen und akustischen Paradigma untersucht. Der visuelle Teil bestand aus der Präsentation von Texten, die sich in randomisierter Folge mit fortlaufenden Pseudo-Worten (artikulierbare Folgen aus Vokalen und Konsonanten ohne Ähnlichkeit mit „realen“ Worten der Mutter- oder einer Fremdsprache) und Nicht-Worten (nicht artikulierbare Konsonantenreihen) im selben Format abwechselten. Im akustischen Teil hörten die Versuchspersonen die Lesung einer Geschichte. Als Gegenbedingung diente hier, entsprechend den Pseudo-Worten im visuellen Teil, rückwärts abgespielter Text.
Ergebnisse: In der Konjunktion des visuellen und akustischen Paradigmas stellte sich im Kontrast der Haupt- mit den Ruhebedingungen ein linkshemisphärisch betontes fronto-temporales System dar. Neben inferofrontalen Clustern sowie einer Aktivierung des dorsolateralen präfrontalen Cortex fand sich das Maximum im Bereich des rostralen Gyrus temporalis medius. Im Kontrast mit den sprachähnlichen Reizen reduzierte sich dieses System auf den Schläfenlappen, in dem sich vom Temporalpol entlang des Sulcus temporalis superior bis zum Planum temporale ein Aktivierungs-Band zog.
Diskussion: Als Kernstruktur der Repräsentation von modalitätsunabhängigen Aspekten der Sprachverarbeitung in einem engen Sinn – also befreit von den Charakteristika der Perzeption sprachähnlicher Reize – ist der linke Lobus temporalis im Bereich des Sulcus temporalis superior anzusehen. Dabei haben der Temporalpol und occipitale Anteile einschließlich des Planum temporale Schlüsselpositionen in der Prozessierung semantischer und syntaktischer Aspekte von Sprache inne.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3024}
}

Die folgenden Nutzungsbestimmungen sind mit dieser Ressource verbunden:

InCopyright