Jansen, Brigitte: Experimentelle Untersuchungen zum Einfluss von Nahrungsbestandteilen auf lithogene und inhibitorische Harnparameter beim Calciumoxalatsteinleiden am Beispiel von Fischöl und Hippursäure. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-13516
@phdthesis{handle:20.500.11811/3240,
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author = {{Brigitte Jansen}},
title = {Experimentelle Untersuchungen zum Einfluss von Nahrungsbestandteilen auf lithogene und inhibitorische Harnparameter beim Calciumoxalatsteinleiden am Beispiel von Fischöl und Hippursäure},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2008,
note = {Ziel einer erfolgreichen Rezidivprophylaxe des Calciumoxalat-Harnsteinleidens ist es - neben der Harndilution - die renale Exkretion lithogener Substanzen zu verringern und die der Kristallisationshemmer, sogenannter Inhibitoren, zu erhöhen.
Hippursäure (HA), eine physiologische Harnkomponente, wird durch die potentielle Fähigkeit, einen löslichen Komplex mit Calcium zu bilden, als Kristallisationshemmer diskutiert. Daher wurde zum einen die kontrollierte Beeinflussbarkeit der HA-Ausscheidung durch 5-tägige Verabreichung von je 330 ml Preiselbeersaft (PR) und Pflaumengetränk (PF) unter standardisierten Bedingungen an 12 gesunde Probanden getestet. Zum anderen wurden in-vitro Kristallisationsversuche (Bonn-Risk-Index) in nativen 24h-Harn-Proben zur Untersuchung des inhibitorischen Effektes der HA bei sechs gesunden Probanden und 17 Calciumoxalat (CaOx)-Steinpatienten durchgeführt.
Die HA-Ausscheidung konnte durch Verabreichung von PR und PF signifikant erhöht werden. Im Kristallisationsversuch bestätigte sich ein inhibitorischer Effekt der HA jedoch nicht. Somit scheint HA in der Metaphylaxe des CaOx-Steinleidens keinen relevanten Stellenwert einzunehmen. Der PR- und PF-Konsum zeigte bei Gesunden lithogene Tendenzen. PR-Konsum führte zu einer signifikanten Erhöhung der Oxal-säureausscheidung von 0,344±0,025 auf 0,392±0,024mmol/d; p=0,050. PF-Konsum zeigte diese Tendenz in 2 Harnfraktionen. Bei CaOx-Steinpatienten erhöhte der PF-Konsum jedoch zusätzlich die Ausscheidung inhibitorischer Harnparameter signifikant. Die Citratausscheidung stieg von 3,123±0,331 auf 3,861 ±0,330mmol/d; p=0,001. Zur abschließenden Bewertung, speziell von PF, sind daher weitere Untersuchungen unter Berücksichtigung von Patienten-Subgruppen notwendig.
Um den kontrovers diskutierten Einfluß einer alimentären Supplementation mit ω-3-Fettsäuren auf die Calcium- und Oxalsäureausscheidung zu untersuchen und eine Abschätzung zu deren klinischen Stellenwert zu geben, wurde 30 Tage unter standardisierten Ernährungsbedingungen ein Fischölkonzentrat an 15 gesunde Probanden verabreicht und alle zur Ermittlung der relativen Übersättigung mit Calciumoxalat erforderlichen Harnparameter erfasst.
Ein calciumsenkender Effekt, der den ω-3-Fettsäuren über die Beeinflussung des renalen Prostaglandinstoffwechsels zugesprochen wird, konnte bei gesunden Probanden nicht nachgewiesen werden. Dagegen wurde eine signifikante Reduktion der Oxalsäureausscheidung von 0,277±0,024 auf 0,238±0,024 mmol/d; p=0,006 beobachtet, die mit einer signifikanten Reduktion der relativen Übersättigung für CaOx von 2,01±0,33 auf 1,55±0,22; p=0,023) einherging bei ansonsten nicht beeinflussten Harnparametern.
Als Mechanismus der reduzierten Oxalsäureausscheidung wird ein reduzierter transmembraner Oxalatflux diskutiert, der auf das veränderte Fettsäurenspektrum der Membranphospholipide und die damit einhergehende Änderung der Protein-Kinase Aktivität und der Bande-3-Phosphorylierung zurückzuführen ist.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3240}
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