Göttfert, Holger Werner: Mikrobielle Penetration in den Innenraum dentaler Implantatsysteme : eine in-vivo-Studie. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-13376
@phdthesis{handle:20.500.11811/3731,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-13376,
author = {{Holger Werner Göttfert}},
title = {Mikrobielle Penetration in den Innenraum dentaler Implantatsysteme : eine in-vivo-Studie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2008,
note = {Zielsetzung: Zur Frage der Bakterienpenetration durch Mikrospaltbildung in Abhängigkeit zum Konstruktionsprinzip des Implantatinterfaces wurden verschiedene Implantattypen untersucht.
Material und Methode: Einbezogen wurden 21 Patienten, davon 12 mit Frialit2®- und 9 mit TSV©-Implantaten. Vor und nach Reinigung der Implantatinnenräume wurden Sulcusabstriche an vier definierten Stellen entnommen. Nach dreimonatiger funktioneller Belastungsphase erfolgten erneut Sulcusabstriche und die Probenentnahme aus dem Innenraum. Die Proben wurden durch PCRDiagnostik analysiert und neben der Gesamtkeimbelastung auf sechs potentiell paropathogene Keime untersucht. Ferner wurde ein in diesem Zusammenhang experimentelles Spülsystem (RinsEndo®) der konventionellen Reinigung des Implantatinnenraumes gegenübergestellt.
Ergebnisse: Im ersten Sulcusabstrich konnten im Median 1,4E+07 Keime nachgewiesen werden. Die Gesamtkeimbelastung nach chemo-mechanischer Reinigung betrug 4,7E+04. Im zweiten Sulcusabstrich konnten 6.5E+06 nachgewiesen werden. Nennenswerte Unterschiede bezüglich der Markerkeime ergaben sich nicht (p>0,05). Im Implantatinnenraum waren 1,4E+06 Keime nicht selektiert nachweisbar. Ein Eindringen der Keime durch den Mikrospalt war bei allen getesteten Implantaten möglich. Die Verteilung der Markerkeime nach Häufigkeit war wie folgt: T.f.(n=9) > T.d.(n=7) > F.n.(n=6) > P.g.(n=5) > A.a.(n=2) > P.i.(n=1).
Sowohl Gesamtkeime, als auch die Markerkeime konnten bei Frialit2® verstärkt gegenüber dem TSV© penetrieren, ohne dass sich eine statistische Signifikanz ergab (p>0,05). Das experimentelle Spülsystem zeigte keine Verbesserung gegenüber der konventionellen Technik.
Schlussfolgerungen: Weder das Frialit2®, noch das TSV©- Implantat mit seiner konischen Passung konnten eine Bakterienpenetration im Zwischenraum verhindern. Die Optimierung dieser potentiellen Schwachstelle sollte zu weiteren fertigungstechnischen Bemühungen von Seiten der Hersteller Anlass geben. Untersuchungen zur klinischen Relevanz sind weiterhin erforderlich um Implantatverlusten vorzubeugen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3731}
}

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