Trapp, Stefan: Reproduzierbarkeit von B-mode sonographischen In-vivo- und In-vitro-Vermessungen der Intima-Media der Arteria carotis communis. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-14110
@phdthesis{handle:20.500.11811/3766,
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Zur möglichst frühzeitigen Erfassung von strukturellen pathologischen Gefäßwandveränderungen im Rahmen des Arterioskleroseprozesses, aus denen eine Verdickung der Arterienwand resultiert, fanden Intima-Mediadicken-Messungen an der arteriellen Karotisgefäßwand mittels der hochauflösenden B-mode-Sonographie bereits breite Anwendung in Klinik und Forschung.
Im Rahmen qualitätssichernder Maßnahmen großer klinischer Interventions-studien wurden diese Arterienwandvermessungen auch computergestützt auf der Basis von eingesandtem Videomaterial oder magnetoptischer Disketten (MODs) von speziell ausgebildeten Untersuchern (Readern) nachvermessen.
Um die Untersucherabhängigkeit dieser Methode zu überprüfen, wurde in der vorliegenden Arbeit zum einen die Reproduzierbarkeit von manuell durchgeführten In-vivo-Vermessungen an der Intima-Media der Arteria carotis communis von 26 Probanden für einen erfahrenen und einen wenig erfahrenen Sonographeur untersucht. Zum anderen wurde auf der Grundlage von 50 videobanddokumentierten Karotis-Gefäßwand-Einstellungen die Reproduzier-barkeit manueller Nachvermessungen an der Intima-Media der Arteria carotis communis für einen erfahrenen und einen wenig erfahrenen Reader untersucht. Der wenig erfahrene erste Untersucher hatte eine etwa vierwöchige, der erfahrene zweite eine etwa siebenjährige Empirie mit manuellen In-vivo- bzw. Nachvermessungen von Karotiden.
Im Ergebnis konnte sowohl für manuelle In-vivo- als auch für manuelle Nachvermessungen an der Intima-Media der Arteria carotis communis kein Unterschied zwischen einem erfahrenen und einem wenig erfahrenen Untersucher festgestellt werden.
Die Intra- und Interreader-Variabilitäten lagen in der vorliegenden Arbeit niedriger als die Intra- und Intersonographer-Variabilitäten. Folglich stellt die Methode der Off-line-Analyse, welche seit langem im Rahmen von groß angelegten pharmakologischen Studien eingesetzt wird, ein sehr gut geeignetes qualitätssicherndes Mittel dar.
Sowohl die Intra- und Intersonographer- als auch die Intra- und Interreader-Variabilitäten der vorliegenden Arbeit waren im Vergleich zu den Ergebnissen anderer Arbeiten des gegebenen Vergleichsrahmen [Tabellen 13-16 a-d, Anhang] niedrig: Das deutet auf eine sehr gute Reproduzierbarkeit von manuellen In-vivo- und manuellen Nachvermessungen an der arteriellen Intima-Media von Karotis-Gefäßwänden hin.
In der vorliegenden Arbeit wurde darauf hingewiesen, daß durch weitere technische Verbesserungen an den B-mode-Systemen (zum Beispiel tissue harmonic imaging, THI) die Intima-Mediadicke bei hochwertiger Laufzeit-messung theoretisch wesentlich präziser als bisher bestimmbar ist.
Außerdem konnte am Beispiel einer Literaturrecherche gezeigt werden, daß ein Vergleich der vorliegenden Untersuchungsergebnisse mit denjenigen zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten wegen unterschiedlicher Verwendung statistischer Meßgrößen wie Variations-Koeffizient, Korrelations-Koeffizient, Mittelwert absoluter Differenzen etc., wegen uneinheitlicher Sondenfrequenzwahl und unterschiedlicher Zusammensetzung des Patienten- und Probandenkollektive nur bedingt oder gar nicht möglich ist.
Im Zusammenhang mit der Literaturrecherche kommt die vorliegende Arbeit daher hinsichtlich der statistischen Meßgrößen zu dem Schluß, daß die Angabe des Mittelwertes absoluter Meßwert-Differenzen (MaD) zum Standard einer jeden statistischen Meßwertauswertung zukünftiger Arbeiten, die sich mit der Untersucherabhängigkeit arterieller Intima-Mediadicken-Messungen befassen, werden sollte. Ein Vergleich der Untersuchungs-Ergebnisse dieser Arbeiten wäre somit sinnvoll und einfach möglich.

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