Semaan, Enas: Gingivaabrasionen durch unterschiedliche Zahnbürstenmodelle. - Bonn, 2008. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-15490
@phdthesis{handle:20.500.11811/3787,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5M-15490,
author = {{Enas Semaan}},
title = {Gingivaabrasionen durch unterschiedliche Zahnbürstenmodelle},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2008,
note = {

Insuffiziente Zahnbürsten und Pflegetechniken werden als Kofaktoren für die Entstehung von Gingivarezessionen gesehen. Wenig berücksichtigt wurde in diesem Zusammenhang bisher die putzbedingte Gingivaabrasion. In der vorliegenden Untersuchung wurde daher ein Versuchsmodell zur Ermittlung der Gingivaabrasivität von zwei unterschiedlichen Zahnbürsten nach einmaligem Putzvorgang entwickelt.
An 80 Repliken von gebürsteten Gingivaabschnitten von 10 Probanden wurde der Einfluss von Bürsten-Beschaffenheit und Form auf den Grad der Gingivaepithelschädigung bestimmt und mit den Präparaten der geputzten Feldern mit der herkömmlichen Referenzzahnbürste verglichen. Die Auswahl der Bürstenform, Putzzeit und Putztechnik erfolgte in Anlehnung an entsprechende Aussagen verschiedener diesbezüglicher Studien. Die Putzzeit wurde auf 60 Sekunden pro Quadrant festgelegt. Beim Reinigen kam eine modifizierte Bass-Technik zur Anwendung. Nach einer randomisierter Verteilung im Split-Mouth-Design wurden diese Veränderungen der Oberflächentextur der Gingiva in Eckzahn- und Prämolaren-Regionen mittels positiver Repliken analysiert. Nach visueller klinischer Beurteilung erfolgte die Auswertung der Präparate im Rasterelektronenmikroskop. Als Schädigungsformen galten superfizielle Abrasionen oder Oberflächenrauhigkeiten sowie Erosionen entlang der freien marginalen oder der befestigten Gingiva bzw. Epithellappenbildungen, die das darunterliegende Gewebe unbedeckt lassen. Abweichungen gegenüber dem Referenzpräparat wurden auf ihre statistische Signifikanz untersucht, um so die verschiedenen Zahnbürstenformen miteinander vergleichen zu können.
Die geringeren Schäden verursachte die plane Referenzzahnbürste. Ungünstigere Schädigungswerte fanden sich für die Bürste der neuen Generation. Es wurde jedoch zwischen den Ergebnissen der Kontrollzahnbürste und der Testzahnbürste keine statistische Signifikanz festgestellt. Ebenfalls konnte keine Korrelation zwischen der rasterelektronenmikroskopischen Analyse und den klinischen Ergebnissen gezeigt werden. Eine Beurteilung des klinischen Zustands einer geputzten Zahnfleischregion nach einmaliger Mundpflege scheint also nicht geeignet, die Epithelschädigung zu ermitteln. Weit bessere Einblicke ließen sich mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie gewinnen. Eine allgemeine Empfehlung für eine der zwei untersuchten Handzahnbürsten in Bezug auf Gingivaverletzungen kann aufgrund der vorliegenden Ergebnisse nicht gegeben werden.

},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3787}
}

The following license files are associated with this item:

InCopyright