Jäger, Annette Claudia: Nachweis und Einfluss einer möglichen autochthonen Übertragung des West-Nil-Virus in der Bundesrepublik Deutschland. - Bonn, 2009. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-17143
@phdthesis{handle:20.500.11811/3826,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-17143,
author = {{Annette Claudia Jäger}},
title = {Nachweis und Einfluss einer möglichen autochthonen Übertragung des West-Nil-Virus in der Bundesrepublik Deutschland},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2009,
month = jul,

note = {Nachdem während der Oderflut im Jahr 1997 das West Nil Fieber Virus (WNV) in Menschen und Stechmücken in der Region Mähren, Tschechische Republik, nachgewiesen wurde und im Jahr 1999 die fulminante Ausbreitung in der Neuen Welt begann, galt eine weitere Ausbreitung in die von der Oderflut betroffenen Regionen Polens und Deutschlands als wahrscheinlich und wurde von Holland bis nach Schweden befürchtet. Um die Gefährdungssituation bei Soldaten und Blutspendern der Bundeswehr sowie eine mögliche autochthone Übertragung des WNV in Deutschland beurteilen zu können, wurden 2.225 Blutspenderseren aus Deutschland sowie 140 Seren der lokalen Bevölkerung aus Kunduz, Afghanistan, mittels IgG-ELISA sowie IFT auf WNV untersucht. Der zusätzliche Nachweis von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)- und Dengue-Fieber (DEN) Virus-Infektionen war aufgrund vorhandener starker Kreuzreaktionen beim Screening innerhalb der Familie der Flaviviren erforderlich. Spezifische Antikörper gegen das WNV wurden nicht nachgewiesen. 387 Seren (17,4%) waren FSME-positiv und weitere 31 (1,4%) fraglich positiv. Von diesen FSME-positiven sowie fraglich positiven Blutspendern gaben lediglich 61 (14,6%) der untersuchten Personen im Fragebogen an, eine FSME-Impfung erhalten zu haben. 2 Seren (0,09%) waren DEN positiv, welches offensichtlich während Auslandsaufenthalte in bekannten oder diskutierten Endemiegebieten erworben wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sprechen dafür, dass das WNV in Deutschland nicht autochthon auf Menschen übertragen wird und vermutlich daher nicht endemisch ist. Es stellt in Deutschland demnach keine Gefährdung für Soldaten sowie im Blutspendewesen dar. Dagegen waren in Kunduz, Nord-Afghanistan, 22,1% der untersuchten Seren afghanischer Freiwilliger WNV-positiv. In diesem Einsatzraum ist daher eine deutliche WNV-Gefährdung für Soldaten vorhanden.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3826}
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