Steinweg, Bernhard Albert: Fetale Dreidimensionale Echokardiographie : Ein morphologischer und morphometrischer Vergleich mit der zweidimensionalen Standardtechnik. - Bonn, 2009. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-19310
@phdthesis{handle:20.500.11811/3901,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-19310,
author = {{Bernhard Albert Steinweg}},
title = {Fetale Dreidimensionale Echokardiographie : Ein morphologischer und morphometrischer Vergleich mit der zweidimensionalen Standardtechnik},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2009,
month = nov,

note = {Die Diagnostik angeborener Herzfehler erfolgt pränatal durch Ultraschalluntersuchungen, ihre Genauigkeit bestimmt die pränatalen Therapieentscheidungen sowie das perinatale Management. Seit dem Ende der 90er Jahre stehen mit der 3D-Rekonstruktion und der 3D-Echtzeit-Echokardiographie auch dreidimensionale Verfahren zur Verfügung.
Ziel unserer Studie war es, die beiden neuen 3D-Methoden mit dem in der klinischen Diagnostik etablierten goldenen Standard der 2D-Echokardiographie zu vergleichen – ausgehend von der Fragestellung, ob durch den 3D-Ultraschall kardiale Strukturen ebenso gut oder genauer erkannt und in ihrer anatomischen Dimension erfasst werden können und ob Volumenmessungen der fetalen Ventrikel durch die 3D-Echtzeit-Echokardiographie den 2D-Volumenbestimmungen entspricht, um eine Aussage bezüglich der fetalen Hämodynamik treffen zu können.
Hierfür wurden 80 Probandinnen zwischen 20 und 40 Jahren untersucht, das Gestationsalter der Feten betrug zwischen 19,1 und 38,4 Schwangerschaftswochen. Von den Feten wiesen 58 keinen pathologischen Herzbefund auf, bei 22 Feten wurde eine kardiale Fehlbildung diagnostiziert.
Hinsichtlich der Darstellung von Strukturen stimmten die Verfahren 2D- und 3D-Echtzeit gut überein, das Verfahren der 3D-Rekonstruktion zeigte eine niedrigere Detektionsrate. Kleinere Strukturen konnten vor allem mit 3D-Echtzeit häufiger dargestellt werden. Bei der Volumetrie stimmten eher die links-, nicht jedoch die rechtsventrikulären 2D-/3D-Volumina gut überein bei grundsätzlich zu klein gemessenen 2D-Werten – bedingt durch die Anatomie des irregulären rechten oder kranken linken Ventrikels. Bezüglich der Wiederholbarkeit der Messungen gab es keinen signifikanten Unterschied, auch im Untersuchervergleich zeigte sich eine sehr hohe Reproduzierbarkeit.

Untersuchungen anderer Arbeitsgruppen wurden im Wesentlichen nur postnatal durchgeführt. Hinsichtlich fetaler Volumenmessungen ist die Datenlage an Feten limitiert, in den an Kindern und Erwachsenen durchgeführten Studien wurde jedoch eine gute Korrelation zwischen 3D-Echtzeit und 2D bzw. MRT beschrieben.
Zusammenfassend ist die 3D-Echokardiographie eine zuverlässige und mit dem 2D-Standard vergleichbare Methode, so dass sie im Rahmen der Diagnostik angeborener Herzfehler ein wichtiges Instrument darstellt. Es müssen jedoch räumlich und zeitlich noch höher auflösende Schallköpfe entwickelt werden, um zuverlässigere Volumenmessungen durchführen zu können.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3901}
}

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