Brenner, Andrea: Untersuchungen zur Düngewirkung von Gärrückständen unter besonderer Berücksichtigung von NH3- und NO3--Verlusten. - Bonn, 2009. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-17574
@phdthesis{handle:20.500.11811/3947,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-17574,
author = {{Andrea Brenner}},
title = {Untersuchungen zur Düngewirkung von Gärrückständen unter besonderer Berücksichtigung von NH3- und NO3--Verlusten},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2009,
month = may,

note = {Bei der Erzeugung von Biogas entsteht als stoffliches Endprodukt der Gärrückstand, der zur Nährstoffversorgung unterschiedlicher Kulturpflanzen eingesetzt werden kann. Die Vergärung sowie Art und Menge der beigemischten Kosubstrate haben Einfluss auf die stoffliche Zusammensetzung dieser Wirtschaftsdünger. Dies kann die pflanzenbauliche Wirkung verändern. So wird durch den erhöhten Anteil an mineralischem N einerseits eine bessere Düngewirkung prognostiziert, andererseits vergrößert eine Erhöhung von pH-Wert und NH4-N Anteil im Substrat das Risiko von NH3-Emissionen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Auswirkungen der Kofermentation auf die pflanzenbaulichen Eigenschaften der Düngersubstrate untersucht. Neben der Ertragswirkung wurden NH3-Emissionen und NO3--Verlagerung beim Einsatz von Gärrückständen und unvergorener Gülle miteinander verglichen.
Neben den NH3-Emissionen nach Ausbringung stellen die Emissionen aus der Lagerung eine erhebliche Verlustquelle dar. Es wurde eine Methode entwickelt, um diese kostengünstig und zuverlässig erfassen zu können. Im Rahmen einer Überprüfung der Methode konnten NH3-Quellstärken zufrieden stellend detektiert werden. Die Wiederfindungsrate bei Ausgasung eines Standards lag bei 86%. Bei NH3-Emissionsmessungen an einem offenen Lager wurden kumulierte Tagesemissionen zwischen 4,0 g m-2d-1 und 6,9 g m-2d-1 gemessen.
Im Feldversuch wurden die NH3-Emissionen nach Applikation von unterschiedlichen Gärrückständen und Gülle erfasst. Hier zeigten sich keine signifikanten Unterschiede der NH3-Emissionen zwischen Gärrückständen und Rohgülle. Die NH3-Emissionen lagen zwischen 14% und 67% der ausgebrachten NH4-Menge, wobei ein Zusammenhang zu TM und pH-Wert deutlich wurde. Durch Ansäuern des Gärrückstandes konnten die NH3-Emissionen signifikant verringert werden.
Ein Effekt der Vergärung auf die NO3--Verlagerung konnte nicht nachgewiesen werden. Die NO3-- Austräge nach Applikation von Gärrückstand und Rohgülle zeigten eine hohe räumliche Variabilität und unterlagen deutlichen saisonalen Schwankungen.
Ein Einfluss der Vergärung auf die Düngewirkung wurde sowohl im Freiland als auch in Gefäßversuchen untersucht. Erträge, Ertragsparameter und N-Wirkung nach Applikation der Gärrückstände zeigten keine signifikanten Unterschiede zur Rohgülle. Ein höherer NH4- N Anteil im Substrat war kein maßgeblicher Parameter für eine bessere N-Ausnutzung. Für die N-Wirkung der Substrate war in dieser Untersuchung nicht die Bindungsform des Stickstoffs, sondern die Menge des applizierten Gesamtstickstoffs maßgeblich.
Insgesamt zeigten die Gärrückstände hinsichtlich ihrer pflanzenbaulichen Wirkung keine deutlichen Unterschiede zu unvergorener Gülle. Bedingt durch unterschiedliche Substrateigenschaften variierten die verwendeten Gärrückstände jedoch teilweise deutlich voneinander. Es empfiehlt sich eine Nährstoffanalyse vor dem Einsatz auf dem Feld.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/3947}
}

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