Furmaniak, David Heinerich: Bakterien mit Bildung von „Extended-Spectrum“-Beta-Laktamasen : Mikrobiologischer Nachweis, Antibiotika-Sensibilität und klinische Bedeutung. - Bonn, 2010. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-21062
@phdthesis{handle:20.500.11811/4306,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-21062,
author = {{David Heinerich Furmaniak}},
title = {Bakterien mit Bildung von „Extended-Spectrum“-Beta-Laktamasen : Mikrobiologischer Nachweis, Antibiotika-Sensibilität und klinische Bedeutung},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2010,
month = jul,

note = {ESBL-bildende E. coli- und Klebsiella-Stämme bewirken durch ihre Multiresistenz, besonders gegen alle Cephalosporine und Penicilline, zunehmend Therapie- Versagen bei schweren Infektionen. ESBL-bildende Organismen werden nur durch gezielte Tests schnell und sicher erkannt. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, durch MHK-Bestimmungen aktuelle Daten zur Antibiotika-Empfindlichkeit ESBL-bildender Bakterien aus dem Bonner Raum zu gewinnen und das Micronaut-S-ESBL – Testsystem zu validieren. Dazu diente ein Kollektiv von insgesamt 274 E. coli und Klebsiella-Isolaten, die im Etest als ESBL-positiv identifiziert worden waren. Micronaut-S-ESBL ist ein Bouillon-Dilutionstest, der den Synergismus von Cefpodoxim und Clavulansäure nutzt. Die 274 ESBL-positiven Stämme wurden im Micronaut-S-ESBL-sowohl mit dem Standard-Test-Inokulum (Inkubation: 24h) als auch mit fünffach höherer Keimeinsaat (Inkubation: 6h) untersucht. Das Standard-Verfahren erkannte die ESBL-Bildung bei 98,5%, das Schnellverfahren in 59,7% der Stämme. 167 ESBL-negative Stämme zeigten kein falsch positives Ergebnis. Micronaut-S-ESBL ist eine kostengünstige Alternative zum Etest-ESBL mit hoher Zuverlässigkeit bei Durchführung nach Standard-Empfehlung. . Bei der MHK-Bestimmung erwiesen sich nahezu alle 274 ESBL-Stämme als sensibel gegenüber Imipenem (I), Meropenem(M) und Ertapenem(E) mit MHK90- Daten für E. coli von 0,25/<0,06/0,12 (I-M-E), für K. pneumoniae von 0,5/0,25/0,25 (I-M-E) und für K. oxytoca von 0,5/0,12/0,12 (I-M-E) mg/l. - Zwar war fast die Hälfte aller Stämme Gentamicin-resistent (MHK50/MHK90 bei E. coli 1,0/32, bei K. pneumoniae 32/128 und bei K. oxytoca 1,0/4,0 mg/l), dagegen fast alle E. coli und K. oxytoca –Isolate Amikacin- sensibel . Unter den K. pneumoniae-Kulturen fanden sich hingegen 3,4% Amikacin-resistente und 11,4% intermediär-sensible Stämme. Ähnlich bei Colistin: nahezu lückenlose Wirksamkeit gegen E. coli und K. oxytoca, aber 17,1% Resistenz bei K. pneumoniae. Jeweils etwa 80% der Isolate der drei Spezies waren bei Anwendung des neuen BSAC MHK-Grenzwerts von 8 mg/l Temocillin- sensibel. Die MHK-Werte für Tigecyclin lagen um bis zu 3,5 Titerstufen niedriger als in der Literatur berichtet; dabei erschienen nahezu alle Stämme als Tigecyclin-sensibel nach EUCAST MHK-Grenzwert. Aufgrund dieser grossen Diskrepanzen lassen sich unsere Tigecyclin-Resultate nicht sicher bewerten.
In einem ausführlichen Überblick der aktuellen klinischen Literatur wird die zunehmende medizinische und ökonomische Bedeutung der Infektionen durch ESBL-Bildner hinsichtlich Morbidität, Letalität, Epidemiologie, Früherkennung und Therapiemöglichkeiten diskutiert.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4306}
}

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