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Evaluierung verschiedener Untersuchungsverfahren in der Onychomykosediagnostik
Nativdiagnostik und Kulturbefund im Vergleich zur mikroskopischen Beurteilung PAS-gefärbter Schnittpräparate

dc.contributor.advisorWenzel, Jörg
dc.contributor.authorSareika, Frauke Ilse-Marie
dc.date.accessioned2020-04-14T14:53:09Z
dc.date.available2020-04-14T14:53:09Z
dc.date.issued08.07.2010
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/20.500.11811/4324
dc.description.abstractDie Onychomykose ist eine chronische, langsam die Nagelplatte destruierende Pilzinfektion der Finger– oder Zehennägel, die an den Zehen oftmals bei chronischem Fußpilz entsteht.
In der Diagnostik der Onychomykose werden aktuell drei Verfahren konkurrierend bzw. gleichzeitig eingesetzt: 1. Nativdiagnostik, 2. Kulturbefund und 3. die mikroskopische Beurteilung PAS-gefärbter Schnittpräparate (PAS). Ziel der Arbeit war es, die Sensitivität des derzeitigen Goldstandards (Nativdiagnostik und Kulturbefund) mit der PAS zu vergleichen, um so die jeweilige diagnostische Aussagekraft zu evaluieren. Dazu wurden 1146 Nagelproben des Patientenkollektivs der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Universität Bonn im Zeitraum der Jahre von 2000 bis 2006 retrospektiv erfasst und u. a. bezüglich Sensitivität, Negativem prädiktivem Testwert (NPV) und Erregerspezies analysiert. Die Untersuchung legt damit ein deutlich größeres Patientenkollektiv zu Grunde als frühere vergleichbare Untersuchungen.
631 Proben zeigten einen positiven Pilznachweis in mindestens einem der drei Verfahren. Dabei war die Sensitivität für die PAS in Kombination mit der Kultur am höchsten, gefolgt von der PAS kombiniert mit dem Nativbefund. Die Sensitivität der mikroskopischen Untersuchung PAS-gefärbter Schnittpräparate als Einzelmethode folgte an dritter Stelle. Bei der Berechnung des NPV lag die PAS vorne, Kultur und Nativbefund erreichten je ca. 20 % weniger. Die Korrelation mit den klinischen Daten zeigt, dass für die Diagnostik einer Onychomykose bei antimykotisch vorbehandelten Nägeln, die PAS-Untersuchung die höchste Sensitivität aufweist. Gerade diese Fälle kommen in der Praxis sehr häufig vor, da die Onychomykose hier mittels Nativbefund und Kultur leicht übersehen werden kann.
Aus den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit folgt, dass die mikroskopische Untersuchung PAS-gefärbter Schnittpräparate als Einzelmethode eine höhere Diagnosesicherheit besitzt als der bisherige Goldstandard. Zur Einleitung einer effektiven Therapie und Reduktion unnötiger Behandlungen mit topischen oder systemischen Antimykotika sollte die Histologie daher in der Standarddiagnostik vermehrt eingesetzt werden. Insbesondere dann wenn bereits eine antimykotische Vortherapie stattgefunden hat oder eine Verlaufskontrolle unter Therapie gewünscht wird.
dc.language.isodeu
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectOnychomykose
dc.subjectOnychomykose-Diagnostik
dc.subjectNativbefund
dc.subjectPilzkultur
dc.subjectPAS
dc.subjectantimykotische Vorbehandlung
dc.subjectDermatophyten
dc.subjectHefen
dc.subjectSchimmelpilze
dc.subject.ddc610 Medizin, Gesundheit
dc.titleEvaluierung verschiedener Untersuchungsverfahren in der Onychomykosediagnostik
dc.title.alternativeNativdiagnostik und Kulturbefund im Vergleich zur mikroskopischen Beurteilung PAS-gefärbter Schnittpräparate
dc.typeDissertation oder Habilitation
dc.publisher.nameUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn
dc.publisher.locationBonn
dc.rights.accessRightsopenAccess
dc.identifier.urnhttps://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-21433
ulbbn.pubtypeErstveröffentlichung
ulbbnediss.affiliation.nameRheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
ulbbnediss.affiliation.locationBonn
ulbbnediss.thesis.levelDissertation
ulbbnediss.dissID2143
ulbbnediss.date.accepted03.02.2010
ulbbnediss.fakultaetMedizinische Fakultät
dc.contributor.coRefereeBierbaum, Gabriele


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