Thyssen, Lydia: Vergleich unterschiedlicher Verfahren in der Diagnostik des Aszites bei Leberzirrhose. - Bonn, 2010. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-22432
@phdthesis{handle:20.500.11811/4345,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-22432,
author = {{Lydia Thyssen}},
title = {Vergleich unterschiedlicher Verfahren in der Diagnostik des Aszites bei Leberzirrhose},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2010,
month = dec,

note = {Wir haben Daten von 151 stationären Patienten mit Leberzirrhose und Aszites prospektiv erfasst mit dem Ziel, den Nachweis bakterieller DNA mittels PCR hinsichtlich seiner Relevanz für die Diagnose einer SBP, die Assoziation mit Entzündungszeichen und Leberfunktionsparametern und das Überleben zu untersuchen. Außerdem sollte die diagnostische Aussagekraft zweier Urinteststreifen für eine SBP ermittelt werden.
18 Patienten (12%) hatten eine SBP nach Goldstandard (>250 Granulozyten/µl), 18 (12%) Patienten hatten einen positiven DNA-Nachweis im Aszites, darunter 5 Patienten (28%) mit SBP. 7 Patienten (5%) wiesen eine positive Asziteskultur auf, darunter waren 2 Patienten DNA-positiv mit identischen Keimen.
In der SBP-Gruppe waren – verglichen mit jenen ohne SBP – in der univariaten Analyse das C-reaktive Protein (CRP) (p=0,000), die Blutleukozyten (p=0,000), das Serumalbumin (p=0,004) und LDH im Aszites (p=0,000) signifikant unterschiedlich. In der multivariaten Analyse waren die Parameter Serum-CRP (p=0,000), Serum-Albumin (p=0,005), Leukozyten im Blut (p=0,003) und LDH im Aszites (p=0,000) signifikant unterschiedlich. In der DNA-Gruppe war kein Parameter prädiktiv.
Die SBP-Gruppe hatte eine kürzeres mittleres Überleben im Vergleich zu Patienten ohne SBP (264 +/-134 versus 544 +/-93 Tage), während der DNA-Nachweis prognostisch nicht relevant war.
Die Ergebnisse der Teststreifen waren nicht befriedigend bei geringer Sensitivität und höherer Spezifität.
Der Nachweis eines Erregers durch die Bakterienkultur gelang bei 27,8% der Patienten mit SBP. Die Bakterienkultur kann Hinweise für die Therapie geben und eignet sich daher als zusätzliches Diagnostikum.
Die Bestimmung von bakterieller/fungaler DNA im Aszites eignet sich laut unserer Untersuchung zum aktuellen Zeitpunkt nicht zum Nachweis einer SBP. Auch der Bestimmung von bakterieller/fungaler DNA im Blut messen wir zur Zeit keine diagnostische und prognostische Bedeutung bei.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4345}
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