Heinrich, Irene: Anwendungsmöglichkeiten der Infrarotthermographie zur Detektion von Cercospora-Blattfleckenkrankheit, Echtem Mehltau und Rübenrost an Zuckerrüben. - Bonn, 2011. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-25145
@phdthesis{handle:20.500.11811/4726,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-25145,
author = {{Irene Heinrich}},
title = {Anwendungsmöglichkeiten der Infrarotthermographie zur Detektion von Cercospora-Blattfleckenkrankheit, Echtem Mehltau und Rübenrost an Zuckerrüben},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2011,
month = may,

note = {Die Kenntnis über die räumliche Verteilung von Krankheiten im Feld ist Voraussetzung für den Präzisen Pflanzenschutz. In dieser Arbeit wurde geprüft, inwieweit sich die Infrarotthermographie eignet, die Cercospora-Blattfleckenkrankheit, Echten Mehltau und Rübenrost an Zuckerrüben zu detektieren. Die Temperatur gesunder Pflanzen und solcher unter abiotischem Stress wurde erfasst. Zur Untersuchung der Blattmorphologie kamen mikroskopische Methoden zur Anwendung. Die Auswirkungen von Symptomen auf die Temperatur und die photosynthetische Effektivität von Blattgewebe wurden mit einer Thermo- und einer Chlorophyllfluoreszenzkamera gemessen. An verschiedenen Standorten wurde die Thermographie im Feld eingesetzt.
Die Temperatur gesunder Zuckerrübenpflanzen änderte sich nicht während ihres Wachstums, die einzelner Blätter nahm zu. Die Höhe der Blätter, eine horizontale Ausrichtung und eine geringe Anzahl Stomata pro Flächeneinheit mit großen Poren waren mit einer Temperaturzunahme gegenüber der Lufttemperatur assoziiert. Pflanzen unter Wassermangel und Staunässe erwärmten sich im Vergleich zu nicht gestressten.
Blattflecken des perthotrophen Erregers Cercospora beticola (Sacc.) und Uredien des obligat biotrophen Erregers Uromyces betae (Pers.) Léveillé führten zu einer lokalen Temperaturerhöhung und einer Verringerung der Chlorophyllfluoreszenz. Symptome von Cercospora beticola konnten vor ihrem visuellen Erscheinen mit den Sensoren detektiert werden. Pusteln des obligat biotrophen Erregers Erysiphe betae (Van.) Weltzien ließen sich nicht im Detail erfassen.
Sowohl auf Standorten mit homogenem als auch mit heterogenem Bestand und ausgeprägtem Relief traten die Krankheiten bevorzugt in bestimmten Feldbereichen auf. Ihre Verbreitung unterschied sich bezüglich der Befallshäufigkeit und -stärke. Während die direkte Detektion der Krankheiten mittels Thermographie aufgrund von externen Störgrößen nicht möglich war, fielen Feldbereiche, die später besonders befallen wurden, bereits vor dem Auftreten von Symptomen durch eine geringe Bestandestemperatur auf.
Die Infrarotthermographie stellt somit ein hilfreiches Utensil bei der frühzeitigen Detektion von Symptomen auf Blattebene und bei der Bestimmung von Managementzonen für den Präzisen Pflanzenschutz bei Zuckerrüben dar.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4726}
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