Noe, Philipp Florian: Prädiktoren des Langzeiterfolges nach Pumonalvenenablation unter Verwendung innovativer Ablationstechnologien. - Bonn, 2011. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-25170
@phdthesis{handle:20.500.11811/4790,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-25170,
author = {{Philipp Florian Noe}},
title = {Prädiktoren des Langzeiterfolges nach Pumonalvenenablation unter Verwendung innovativer Ablationstechnologien},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2011,
month = jul,

note = {Vorhofflimmern ist die häufigste supraventrikuläre Herzrhythmusstörung mit einer Prävalenz von rund 1 % in der Gesamtbevölkerung. Durch fortbestehendes Vorhof¬flimmern erhöht sich die Mortalität gegenüber Patienten mit Sinusrhythmus auf das Doppelte. Besonders schwere Komplikationen des Vorhofflimmerns stellen thrombo¬embolische zerebrale Ischämien dar. Aus der komplexen Pathophysiologie ergeben sich verschiedenste Therapieansätze. Die Methoden der Katheterablation zur Rhythmuskontrolle stellen dabei hauptsächlich ein Mittel für Patienten mit ausgeprägten Beschwerden oder therapierefraktärem Vorhof¬flimmern dar.
Neue Therapiemethoden zur Verbesserung der Erfolgsrate, weniger aufwendige Ablations¬verfahren und zur besseren Vermeidung von Komplikationen bei Pulmonal¬venenablationen sind daher von großem Interesse.
In der vorliegenden Studie wurde der Arctic Front® Ballonkatheter mit dem High Density Mesh Ablator (CR Bard Inc.) verglichen im Hinblick auf die Wiederherstellung eines stabilen Sinusrhythmus. Untersucht worden ist die Rezidivfreiheit nach mindestens sechs Monaten Nachbeobachtungszeitraum.
Anhand der festgelegten Endpunkte wurden die beiden Katheterformen danach bewertet. Dabei wurden insgesamt 66 Patienten mit ausschließlich paroxysmalem Vorhof¬flimmern in die Studie eingeschlossen (Cryo = 40, Mesh = 26). Es bestand kein statistisch signifikanter Unterschied beider Patientengruppen bezüglich der vor Ablation erhobenen Basisdaten wie Alter, Vorerkrankungen, linksatrialem Volumen oder spezifischer Anamnese.
Eine Verbesserung der Symptomatik konnte bei insgesamt 77,5 % der Patienten nach Cryo-Ablation und 73 % nach Mesh-Ablation festgestellt werden.
Dabei zeigt sich eine knapp signifikant geringere Rezidivrate bei Patienten, die mit dem Arctic Front® Ballonkatheter behandelt wurden (Cryo 30%, Mesh 50%). In den gewählten Endpunkten lässt sich mit den verwendeten Testverfahren allerdings nur eine knappe statistisch signifikante Überlegenheit einer Methode in Bezug auf die Rezidivfreiheit feststellen (p = 0,05).
Insgesamt zeigt sich also in dieser Studie nach einem Nachbeobachtungszeitraum von 12 ± 9,8 Monaten der Trend zur klinischen Überlegenheit des Arctic Front® Ballonkatheters verglichen mit dem High Density Mesh Ablator.
Dabei wurde kein klinischer Parameter festgestellt, welcher eine prognostische Einschätzung zum Auftreten eines Vorhofflimmerrezidivs zulässt. Ein erhöhtes linksatriales Volumen, die Dauer der spezifischen Vorgeschichte und Begleit¬erkrankungen wie koronare Herzerkrankung und arterielle Hypertonie konnten als Riskofaktoren für rezidivierendes Vorhofflimmern nicht bestätigt werden. Allerdings zeigt sich ein leichter Trend zu einem erhöhten Rezidivrisiko bei länger bestehendem Vorhof¬flimmern und vergrößertem linksatrialem Volumen (p = 0,38).
Eine Erholung der elektrischen pulmonalvenösen Leitung wurde in beiden Studienarmen bei Re-Ablation in etwa gleichem Umfang festgestellt und konnte bei Re-Ablation zuverlässig ausgeschaltet werden. Daraus lässt sich schließen, dass bei Cryo-Ablation mit dem Artic Front® Ballonkatheter Läsionen gesetzt werden können, welche vergleich¬bar mit denen bei Radiofrequenzablation sind (p = 0,09).
Schwere Komplikationen im Sinne von Pulmonalvenenstenosen oder andere Spät¬komplikationen traten in beiden Studienarmen nicht auf.
Die simultan zirkumferentielle Pulmonalvenenablation mit dem Arctic Front® Ballon¬katheter ist demnach eine sehr effektive Behandlungsmethode bei paryoxysmalem Vorhof¬flimmern und im klinischen Erfolg vergleichbar mit der Radiofrequenzablation. Die Katheterablation mit dem Mesh-Ablator zeigte in unserer Studie eine tendenziell schlechtere Erfolgsrate.
Daraus lässt sich schließen, dass die Cryo-Ablation eine bessere klinische Erfolgsaussicht hinsichtlich des Fortbestehens eines stabilen Sinusrhythmus zeigt, da die Rezidivrate des Vorhofflimmerns in unserer Studie signifikant geringer war. Eine komplette Isolation aller Pulmonalvenen ist mit beiden Verfahren möglich.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4790}
}

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