Wennberg-Hilger, Kajsa Katharina: Das seuchenhafte Auftreten von Lepra in einigen Küstenregionen West-Norwegens im 19. Jahrhundert : mit einem ergänzenden Bericht über die entsprechende Situation in Schweden. - Bonn, 2011. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5N-26597
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note = {Da verliert eine Seuche biblischen Ausmaßes wie Lepra im Mittelalter europaweit aus unerfindlichen Gründen ihren Schrecken und dies ungeachtet ärmlichster Bedingungen. Nun flammt sie im 19. Jahrhundert in bestimmten Regionen Skandinaviens seuchenhaft wieder auf. Kann dies damit zusammenhängen, dass der Zyklus dieser Seuche in einer abschwellenden Phase war, dabei bei bestimmten Gegenden übersehen wurde und von dort ein erneutes Aufflammen möglich war. Wie sind die Übertragungswege der Erkrankung, wie ist sie überhaupt nach Skandinavien gelangt? Waren es die Außenkontakte der Wikinger, die Seeleute mit ihren Handelsbeziehungen zu anderen Ländern oder Pilger vom Baltikum auf dem Weg durch Schweden nach dem norwegischen Nidaros, heute Trondheim. Warum trat es nur in bestimmten Küstenregionen auf und warum waren hauptsächlich Seeleute betroffen? Waren es die Lebensumstände, das enge Zusammenwohnen, so dass der wenig infektiöse Erreger überhaupt übertragen werden konnte. Wo hat der Erreger sein Reservoir außerhalb des menschlichen Körpers. Spielt es eine Rolle, dass er saures Milieu liebt, wie es in den norwegischen Moosen vorzufinden ist? War Skandinavien schon immer stärker betroffen? Konnte sich die Krankheit dort besser halten aufgrund einer durch Fjorde zerklüftete Küstenlinie , die immerhin 25000 km beträgt Wie wurden Lepröse in Skandinavien behandelt? Ein eindringliche Schilderung des Anstaltspfarrers Johan Ernst Welhaven soll dieses näher bringen. Welche Rolle spielten die berühmten Ärzte Danielssen, Boeck und der Entdecker des Mykobakteriums leprae Armauer Hansen. Wurde die Krankheit als bedrohlich von der Bevölkerung wahrgenommen? Die Krankheit soll nicht nur aus dem Blickwinkel eines Arztes, sondern auch aus der Sicht betroffener Menschen geschildert werden und Zeitzeugen durch Auswertung von Orginaltexten zu Wort kommen lassen. Dadurch soll die Krankheit erlebbar gemacht werden. Von wissenschaftlichem Interesse ist auch die Frage der cross immunity. Hat die Tuberkulose Lepra verdrängt durch den gegenseitig immunisierenden Effekt von Bakterien gleicher Familien Welche Bedeutung erlangten die Forschungsergebnisse der norwegischen Wissenschaftler für die weltweite Bekämpfung von Lepra. Schließlich stellt sich die Frage, wieso die Krankheit wieder verschwunden ist. Ist es speziellen Präventivmaßnahmen zu verdanken, oder hat sich die Seuche einfach totgelaufen. Man kann davon ausgehen, dass es vornehmlich vier Faktoren waren: Verbesserte Lebensbedingungen, Isolierung der Erkrankten, die starke Auswanderungswelle und das natürliche Von-Selbst Auslaufen In diesem Zusammenhang interessieren auch Mutmaßungen damaliger medizinischer Koryphäen wie Carl v. Linne Im Folgenden werden erreichbare einschlägige norwegische und schwedische Fachliteratur in der Originalsprache ausgewertet und sollen eine sinnvolle Ergänzung zu der Diskussion dieses Fragenkomplexes in der deutschsprachigen Fachliteratur bieten.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/4825}
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