Frey, Kathrin Franziska: Effekt der Remifentanilkonzentration auf die postoperative Schmerzintensität und das subjektive Wohlbefinden : Ein Beitrag zur Versorgungsforschung im Bereich der ambulanten Anästhesie. - Bonn, 2013. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-34145
@phdthesis{handle:20.500.11811/5509,
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author = {{Kathrin Franziska Frey}},
title = {Effekt der Remifentanilkonzentration auf die postoperative Schmerzintensität und das subjektive Wohlbefinden : Ein Beitrag zur Versorgungsforschung im Bereich der ambulanten Anästhesie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2013,
month = dec,

note = {Einleitung: Ziel dieser Studie war die Optimierung bestehender Anästhesieverfahren im ambu-lanten Bereich unter dem Aspekt der Patientenzufriedenheit während des Aufenthalts im Aufwachraum und der ersten zwei postoperativen Tage.
Methode: 50 Patienten wurden in zwei Gruppen mit jeweils unterschiedlichem Anästhesie-verfahren (TIVA mit Remifentanil und Propofol nach BIS titriert (BIS 30-55)) randomisiert. Gruppe 1 (n=26) erhielt eine Remifentanil Zielkonzentration von 2 ng/ml, Gruppe 2 (n=24) entsprechend 4 ng/ml. Patientenzufriedenheit, Schmerzintensität, Analgetikabedarf, unerwünschte Nebenwirkungen und Propofolverbrauch wurden durch ein standardisiertes Studienprotokoll erfasst. Die Daten wurden als Verteilung oder Mittelwerte mit Standardabweichung dargestellt, die Prüfung der Nullhypothese der Gruppengleichheit erfolgte mittels χ2- oder t-Teste für unverbundenen Stichproben bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von p < 0,05. Zum Vergleich der postoperativen Schmerzintensität wurde eine zweifaktorielle Varianzanalyse für normal verteilte Daten durchgeführt auch hier galt die Irrtumswahr-scheinlichkeit von p < 0,05.
Ergebnis: Der Propofolgesamtverbrauch unterschied sich, bei vergleichbarer Narkosetiefe, nicht signifikant. Gruppe 1 verbrauchte im Mittel 9,73 ± 6,04 mg/kgKG/h, Gruppe 2 durchschnittlich 7,85 ± 2,64 mg/kgKG/h. Die Patientenzufriedenheit im Aufwachraum zeigte keinen signifikanten Unterschied (Gruppe 1: 15,48±1,61; Gruppe 2: 15,05±2,57; p=0,49. Maximalpunktzahl: 18). Die Schmerzintensität im Aufwachraum zeigte einen leicht höheren Score in Gruppe 2 (Gruppe 1: 1,62±1,47; Gruppe 2 1,91±1,11; ANOVA: p<0,05 für den Zeitraum bis zwei Stunden postoperativ). Patienten der Gruppe 2 erhielten häufiger Piritramid (Gruppe 1: 6 von 26 und Gruppe 2: 14 von 24, p < 0,05 im χ²-Test). Der Piritramidbedarf im Aufwachraum in Gruppe 2 (3,42±3,18 mg) ist nicht signifikant höher als in Gruppe 1 (1,59±3,38 mg; p<0,05). Die Häufigkeit des Auftretens von unerwünschten Nebenwirkungen nach Verlassen des Krankenhauses unterscheidet sich nicht signifikant. Die Schmerzintensität zu Hause war vergleichbar (Gruppe 1: 2,25±1,99; Gruppe 2: 1,93±1,46; p=0,52), wenn auch die Varianzanalyse für den häuslichen Ruheschmerz ein signifikant geringeren Wert für die Gruppe 2 ergab. Der Metamizol- und Ibuprofenverbrauch zu Hause unterschied sich nicht signifikant (Metamizol: Gruppe 2: 0,56 g; Gruppe 1: 0,71 g; p=0,6. Ibuprofen: Gruppe 2: 1,06g; Gruppe 1: 1,07g; p=0,99).
Schlussfolgerung: Es zeigten sich geringe Unterschiede hinsichtlich der Schmerzintensität und des Analgetikaverbrauchs im Aufwachraum. Hinsichtlich der Wirksamkeit des Anästhesie-verfahrens, der Patientenzufriedenheit und der Häufigkeit von Nebenwirkungen gab es keine Unterschiede. Eine TCI-Zielkonzentration von 2 ng/ml Remifentanil kann als Therapiestandard gesehen werden, der optimale Wirksamkeit mit maximaler Patientenzufriedenheit verbindet.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5509}
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