Ayubi, Mustafa: Abscherfestigkeit von kieferorthopädischen Minischrauben. - Bonn, 2013. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-34295
@phdthesis{handle:20.500.11811/5512,
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author = {{Mustafa Ayubi}},
title = {Abscherfestigkeit von kieferorthopädischen Minischrauben},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2013,
month = dec,

note = {Ziel dieser Arbeit war es, die Abscherfestigkeit von kieferorthopädischen Minischrauben zu untersuchen, da Minischrauben zum Teil länger als vom Hersteller im Knochen verweilen, und somit zu Osseointegration kommen kann.
Insgesamt wurden 16 verschiedene kieferorthopädische Minischrauben von verschiedenen Herstellern getestet. Die Schrauben haben sich zum Teil in der Länge und Durchmesser voneinander unterschieden und bestanden alle aus dem Material Titan Grade 5. Die Messungen wurden an bis zu zehn Schrauben pro Charge durchgeführt. Insgesamt wurden somit etwa 160 Schrauben auf das Drehmomentverhalten in Abhängigkeit vom Drehwinkel untersucht. Jede Schraube wurde senkrecht in einem metallischen Probenhalter auf einer Gegenschraube platziert. Anschliessend wurde jede Schraube bis zum Schraubenhals mit dem Kunststoff Technovit 4004 aufgefüllt. Nach Aushärten des Probekörpers wurde jeder Probenhalter in eine eigens entwickelte Messvorrichtung eingespannt. Diese Vorrichtung beinhaltete ein Drehmoment- und ein Drehwinkelmessgerät, die herstellerspezifische Klinge für jede Schraube und eine extra geschriebene Messsoftware.
Die Klinge wurde auf dem Schraubenkopf senkrecht positioniert und arretiert und der Schraubenkopf wurde anschließend per Hand im Uhrzeigersinn abgedreht. Dabei kam es zumeist zur Schraubenfraktur bzw. zum Bruch des Probekörpers. Die Schrauben sind meistens am Übergang vom transgingivalen Anteil zum Schaft gebrochen. Das Drehmoment und der Drehwinkel wurden dabei gleichzeitig aufgezeichnet. Jede Schraubenbruchfläche und Schraubenspitze wurde nach Versuchsdurchführung fotografiert. Die Daten, die aus Drehmoment und Drehwinkel bestanden, wurden am Computer in einem Diagramm als Graph dargestellt. Anhand des Graphen wurden Fließdrehmoment und Bruchdrehmoment bestimmt.
Alle kieferorthopädischen Minischrauben haben die vom Hersteller vorgegebene Mindestgrenze von 20,0 Ncm überschritten. Dabei gab es große Unterschiede zwischen 22,7 Ncm und 90 Ncm. Es konnte gezeigt werden, dass mit zunehmendem Durchmesser das Bruchdrehmoment ansteigt.
Alle kieferorthopädischen Minischrauben sind als sicher einzustufen, wenn die Mindestbruchgrenze des Herstellers als Referenz betrachtet wird. Allerdings konnte gezeigt werden, dass das Material schon ab 11,5 Ncm beginnen kann zu fließen. Fliessereignisse stellen einen kritischen Zustand des Materials dar, da nicht vorhersagbar ist, wann das Material letztendlich frakturiert. Drehmomentmessgeräte sind eine sinnvolle Ergänzung sowohl beim Inserieren also auch beim Entfernen von Minischrauben.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5512}
}

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