Mühleder, Roland Karl: Morphometrische in-vivo-Untersuchungen des Hippocampus bei depressiven Patienten : Vergleich von frühem und spätem Krankheitsbeginn. - Bonn, 2014. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-37165
@phdthesis{handle:20.500.11811/5912,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-37165,
author = {{Roland Karl Mühleder}},
title = {Morphometrische in-vivo-Untersuchungen des Hippocampus bei depressiven Patienten : Vergleich von frühem und spätem Krankheitsbeginn},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2014,
month = dec,

note = {Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu klären, ob man mittels der Volumenbestimmung des Hippocampus in MRI-Aufnahmen des Gehirns Zusammenhänge zwischen dem Alter bei Krankheitsbeginn, Dauer und Schwere der Erkrankung, Geschlechtsunterschieden, Episodenzahl, psychiatrischen Nebendiagnosen und Alter feststellen kann. Bei einer Gruppe von 75 unipolar depressiven Patienten sowie 31 nicht depressiven Kontrollpersonen wurden T1-gewichtete Schädel-MRIs mit einer Voxelgröße von 1 mm³ erstellt.
Anschließend wurden im Softwareprogramm ANALYZE® ROIs erstellt, in denen der HC vollständig abgebildet war und dieser mittels einem eigenen, auf den Angaben Duvenoy‘s (1998) basierenden Protokoll manuell ausgemessen. Zusätzlich wurde das intrakranielle Volumen mit dem Programm SPM® segmentiert und automatisch vermessen. Anschließend wurde das ermittelte HC-Volumen am intrakraniellen Volumen relativiert, um geschlechtsspezifische Unterschiede zu berücksichtigen. Weitere, unten aufgeführte Faktoren, die das HC-Volumen bei dieser Querschnittsstudie beeinflussen könnten, wurden ebenfalls berücksichtigt.
Bei der Anwendung des nach Duvernoy erstellten Messprotokolls vom HC zeigte sich im Retest und im Interrater-Vergleich eine hohe Reliabilität.
Für die relativierten HC-Volumina bei MDD-Patienten im Vergleich zur nicht depressiven Kontrollgruppe ergaben sich keine statistisch signifikanten Mittelwertunterschiede auf dem konventionellen 5 %-Niveau der Sicherheitswahrscheinlichkeit zwischen den Patientengruppen und den Kontrollen, wenn die Kovariaten mit berücksichtigt wurden.
Bei der weiteren Auswertung ergab sich ein signifikanter Einfluss bezüglich Scannertypus und Geschlecht (kleineres HC-Volumen bei Männern) für das linke, rechte und das gesamte HC-Volumen. Es war kein Zusammenhang zwischen Anzahl der Episoden und Schwere der Erkrankung nachweisbar.
Hypothese 1, die ein geringeres HC-Volumen bei MDD-Patienten unter Berücksichtigung der einbezogenen Kovariaten annahm, war nicht signifikant abzusichern. Die statistische Überprüfung der Hypothese 2, die ein geringeres HC-Volumen bei MDD-Patienten mit EOD postuliert, zeigte ebenfalls unter Kontrolle des Geschlechts, des Scannertypus, des Alters, der Anzahl der MDE-Episoden sowie der Krankheitsschwere nur einen Trend in der EOD-Gruppe, bezüglich der HC-Volumina von EOD- und LOD-Patienten wird die statistische Signifikanz mit p=0,06 knapp verfehlt.
Ein Beleg der Hypothesen gelang nicht, es ließ sich sowohl bezüglich der Diagnose einer Depression als auch bei EOD lediglich ein statistischer Trend zu einem kleineren HC-Volumen im Vergleich mit der Kontrollgruppe nachweisen. Der Vergleich mit anderen Studien lässt somit zum Teil ähnliche Ergebnisse erkennen, die für eine erhöhte Vulnerabilität bei verkleinerten HC-Volumina, an einer MDE zu erkranken, sprechen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/5912}
}

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