Weller, Johannes Michael: Funktionelle und molekulare Charakterisierung von Kaliumkanälen in hippocampalen Astrozyten. - Bonn, 2017. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-47337
@phdthesis{handle:20.500.11811/6965,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-47337,
author = {{Johannes Michael Weller}},
title = {Funktionelle und molekulare Charakterisierung von Kaliumkanälen in hippocampalen Astrozyten},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2017,
month = aug,

note = {Für die Funktion von Astrozyten in der zerebralen Ionen-, Transmitter- und Metabolitenregulation sowie Kontrolle des zerebralen Blutflusses ist ihre hohe Kaliumleitfähigkeit essentiell. Unter pathophysiologischen Bedingungen kommt es oft zu einer lokalen Azidose und die homöosthatische Funktion von Astrozyten ist eingeschränkt. Der Einfluss extrazellulärer Azidose auf die Kaliumleitfähigkeit von hippocampalen Astrozyten der Maus ist jedoch bislang unzureichend verstanden und wird in der vorliegenden Arbeit mit neurophysiologischen und molekularbiologischen Methoden untersucht.
Hierzu erfolgen Patch-Clamp-Experimente an akut isolierten Astrozyten des murinem Hippocampus und einem heterologen Expressionssystem unter Applikation verschiedener pH-Werte und Ionenkanalmodulatoren, sowie molekularbiologische Experimente auf Transkriptionsebene mittels Einzelzell-RT-PCR und semiquantitativer RT-PCR.
Extrazelluläre Azidifikation führte in Patch-Clamp-Experimenten zu einer Reduktion der astrozytären Kaliumströme. Dies ließ sich in Experimenten an Kir4.1-transfizierten Zellen eines heterologen Expressionssystems nachvollziehen und erfolgt somit vermutlich durch Modulation von Kir-Kanälen. Nach Blockade von Kir-Kanälen führte eine Azidifikation zu einer Vergrößerung der residuellen Kaliumleitfähigkeit hippocampaler Astrozyten. Diese Aktivierung wurde durch Modulatoren von TREK-1-Kanälen aus der Familie der K2P-Kanäle nachgebildet. Molekularbiologische Experimente bestätigten die astrozytäre Expression der K2P-Kanäle TREK-1 und TWIK-1, während TASK-Kanäle nicht nachweisbar waren. Elektrophysiologisch und auf Transkriptionsbene fanden sich keine Hinweise auf eine funktionelle Expression von ASIC und TRPV1-Kanälen in hippocampalen Astrozyten.
Zusammenfassend erlaubt die Zusammenstellung astrozytärer Kaliumkanäle die Tolerierung transienter Azidifikation.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/6965}
}

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