Döscher, Anja: Cyrus Mistrys Roman Chronicle of a Corpse Bearer : Ein literarisches Zeugnis zu der Frage nach den Grenzen der ethno-religiösen Parsen-Gemeinschaft Indiens. - Bonn, 2017. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-48073
@phdthesis{handle:20.500.11811/7071,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-48073,
author = {{Anja Döscher}},
title = {Cyrus Mistrys Roman Chronicle of a Corpse Bearer : Ein literarisches Zeugnis zu der Frage nach den Grenzen der ethno-religiösen Parsen-Gemeinschaft Indiens},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2017,
month = jul,

note = {Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit dem indisch-englischsprachigen Roman „Chronicle of a Corpse Bearer“ von Cyrus Mistry (erschienen 2012) und analysiert diesen als materialisierte Religion. Der Religionswissenschaft bietet sich durch die Sichtbarkeit von Religion mit Hilfe des Vehikels ‚Roman‘ die Möglichkeit, ein literarisches und auch historiografisches Zeugnis einer Religionsgemeinschaft zu enthüllen, das jenseits des orthodoxen Mainstreams entstanden ist und unter dem Deckmantel der künstlerischen Gestaltung fiktionaler Literatur aktuell umstrittene Punkte einer Religionsgemeinschaft aufzugreifen vermag. Sowohl der Autor des Werkes als auch ein großer Teil seiner Romanfiguren gehören der Religionsgemeinschaft der Parsen an, deren Vorstellungen auf dem Zoroastrismus basieren. Erzähler und Figuren agieren in der erzählten Zeit – fast über ein ganzes Jahrhundert gestreckt – im Indien während der Kolonialzeit bis 1947 sowie im Indien nach der Kolonialzeit. Anhand des Romans wird der Frage nach den physischen und gedanklichen Grenzen der ethno-religiösen Parsen-Gemeinschaft Indiens im Wandel des 20. und 21. Jahrhunderts nachgegangen. Dabei wird aufgezeigt, dass zwischen den physischen Grenzen religiös konnotierter Räume und den gedanklichen Grenzen einer religiösen Gemeinschaft enge Verflechtungen bestehen. Damit nimmt das Thema ‚Grenzüberschreitung‘ eine zentrale Rolle ein. Die Verflechtungen, die sich aus den mal mehr und mal weniger permeablen Grenzen ergeben, können als (heimliches) Konversionsnarrativ gelesen werden – in einer Religionsgemeinschaft, die weder Konversion noch interreligiöse Heiraten begrüßt und demografisch mit großen Problemen zu kämpfen hat. Ähnlich wie Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, konstruiert auch Cyrus Mistry ein Werk, das beispielsweise durch Prolepsen und Analepsen wie ein Mosaik aufgebaut und voller Brüche ist. Damit fügt Mistry den Inhalt seines Werkes und die äußere Form ergänzend zur brüchigen (nicht-)religiösen Biografie seiner Figuren und des Erzählers zusammen. Unter anderem daraus ergibt sich, dass diese religionswissenschaftliche Arbeit einen interdisziplinären Ansatz verfolgt und insbesondere die Literaturwissenschaft hinzuzieht, um methodisch dem Untersuchungsgegenstand ‚Roman‘ gerecht zu werden. Teil der Arbeit ist es schlussendlich auch, die Perspektiven, die sich aus den Arbeitsergebnissen ableiten lassen, für Forschung und (außer-)universitäre Lehre aufzuzeigen.},
url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/7071}
}

The following license files are associated with this item:

InCopyright