Mahlberg, Lukas: Evaluation der Lebensqualität von Patienten mit neuroendokrinem Tumor des Pankreas unter Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie mittels EORTC QLQ-C30. - Bonn, 2018. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-50866
@phdthesis{handle:20.500.11811/7408,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-50866,
author = {{Lukas Mahlberg}},
title = {Evaluation der Lebensqualität von Patienten mit neuroendokrinem Tumor des Pankreas unter Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie mittels EORTC QLQ-C30},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2018,
month = jun,

note = {Neuroendokrine Tumore des Pankreas (P-NET) sind sehr seltene Tumore, die bedingt durch langsamen Progress und initiale Asymptomatik meist erst in fortgeschrittenen metastasierten und nicht mehr kurativen Tumorstadien diagnostiziert werden. Kuration ist nur durch chirurgische Resektion möglich. Palliative Therapieverfahren umfassen u.a. lokoregionale Verfahren (TAE, TACE, SIRT), zielgerichtete Verfahren (Biotherapie, Immuntherapie, PRRT) sowie Chemotherapie. Im palliativen Setting sind Stabilisierung und Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität entscheidendes Therapieziel, sodass ihrer Evaluation fundamentale Bedeutung zukommt. Ziel der Studie war die Evaluation der Lebensqualität von Patienten mit P-NET unter Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) mit 177Lu-DOTATATE.
68 Patienten mit P-NET konnten in die Studie eingeschlossen werden (31 Frauen, 37 Männer; Altersdurchschnitt 61,4 Jahre). Die Quantifizierung der Lebensqualität erfolgte mittels EORTC QLQ-C30 (Version 3.0, deutsche Übersetzung) vor Therapiebeginn (Baseline) und jeweils 3 Monate nach jedem Therapiezyklus. Der Fragebogen schlüsselt gesundheitsbezogene Lebensqualität in ihre verschiedenen Dimensionen auf und ermöglicht so eine differenzierte Betrachtungsweise.
Sowohl Primäranalyse (Lebensqualität nach Therapieabschluss verglichen mit der Baseline) als auch Subanalyse (Lebensqualität während der Therapie verglichen mit der Baseline) zeigten eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch die PRRT. Allgemeiner Gesundheitszustand, soziale Funktion, Fatique und Appetitverlust präsentierten sich sowohl im Therapieverlauf als auch nach Therapieabschluss signifikant verbessert. Zudem erfuhr die emotionale Funktion eine signifikante Besserung während der Therapie, die körperliche Funktion nach dem 3. Therapiezyklus. An weiteren Symptomen besserte sich Obstipation während der Therapie, Übelkeit/Erbrechen zeigten nach den ersten beiden Zyklen, Dyspnoe nach dem 3. Zyklus eine signifikante Verbesserung.
Insgesamt konnte eine signifikante Verbesserung gesundheitsbezogener Lebensqualität durch die PRRT belegt werden. Sollte es, wie von einigen Experten aktuell gefordert, zu einer Neubewertung der unterschiedlichen Therapiemodalitäten im Therapiealgorithmus des P-NET kommen, könnte diese Studie einen entscheidenden Beitrag leisten.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/7408}
}

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