Grote, Sarina: Retrospektive Kohortenanalyse fortgeschrittener HNO-Tumore am Universitätsklinikum Bonn. - Bonn, 2019. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-56160
@phdthesis{handle:20.500.11811/7741,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5n-56160,
author = {{Sarina Grote}},
title = {Retrospektive Kohortenanalyse fortgeschrittener HNO-Tumore am Universitätsklinikum Bonn},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2019,
month = nov,

note = {Kopf-Hals-Tumore stellen weltweit eine führende Rolle in der tumorbedingten Sterblichkeit dar. Kopf-Hals-Tumore sind eine sehr heterogene Gruppe von Tumorentitäten. Gesamtzahlen beziehen sich meist auf Schätzungen oder auf spezifische Untergruppen. Um eine adäquate Therapie zu ermöglichen, ist die Kenntnis der zu behandelnden Kohorte hinsichtlich epidemiologischer und klinischer Variablen sowie des zugehörigen Risikoprofils unabdingbar. Ziel dieser Arbeit ist die systematische Aufschlüsselung der Pateinten des Universitätsklinikums Bonn, um ein Risikoprofil dieser zu erstellen und zeitliche Veränderungen erfassen. Diese Arbeit analysiert das Behandlungskonzept sowie das Outcome der Patienten aufgeschlüsselt nach Risikoprofil, Tumorentitäten und Therapieschema.
Es wurden retrospektiv alle Kopf-Hals-Tumor-Patienten, die zwischen 2008 und 2013 am Universitätsklinikum Bonn behandelt wurden, bezüglich patientenspezifischer und tumorspezifischer Eigenschaften, Tehrapieschema sowie deren Überlebenszeit, untersucht. Mittels Tabellen, Balken- und Kreisdiagrammen sowie mit Histogrammen wurden die Daten visualisiert. Der Vergleich der Mittelwerte stetiger Variablen erfolte über den t-Test. Mittels Kaplan-Meier-Kurven wurde der Einfluss einzelner Variablen auf die Überlebenszeit dargestellt und über Log-Rank-Test getestet. Der Gruppenvergleich binärer Variablen wurde mittels exaktem Test nach Fisher durchgeführt. Multivariate Überlebenszeitanalysen wurden mittels Cox-Regression berechnet. Von 223 Patienten waren in 11% der Fälle ein Überlebensstatus vorhanden, weitere 129 konnten durch Kontaktaufnahme mit Hausärzten ergänzt werden.
24% der Oropharynxkarzinome waren HPV positiv, während in 64 Fällen der HPV-Status erfolgreich nachbestimmt werden konnte.
In Zusammenschau mit den Kohorten des Robert-Koch-Institutes und der SEER-Datenbank zeigte sich die untersuchte Patientenklientel in ihren wesentlichen Merkmalen übereinstimmend. Unterschiede ließen sich unter anderem durch die kleinere Patientenkohorte, die zeitliche Differenz der Datenerhebung und die damit einhergehenden veränderten Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie sowie durch einen Selektionsbias (der Selektion von Tumorspätstadien) in der UKB-Kohorte erklären. Die klinische Annotation der Risikofaktoren, Komorbiditäten und Therapiedetails war häufig löchrig, sodass die Einführung eines einheitlichen Dokumentationsbogens, welcher diese Faktoren enthält, die Dokumentation erleichtern und verbessern könnte. Ebenfalls ließe sich die routinemäßige HPV-Status-Bestimmung von Oropharynxkarzinomen diskutieren.
Mit dieser Arbeit gelang es erstmals, die Patientenklientel des Universitätsklinikums Bonn detailliert zu beschreiben und in den Kontext internationaler Gesamtkohorten zu setzen. Durch die nachträgliche Bestimmung der HPV-Status der Oropharynxkarzinome konnten die aktuellen Forschungsergebnisse in der universitätseigenen Kohorte bestätigt werden.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/7741}
}

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