Keller, Robin: Mortalität und Outcome von Patienten nach prähospitaler kardiopulmonaler Reanimation : Prädiktive Faktoren und die Bedeutung initialer invasiver Koronarintervention. - Bonn, 2020. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-59739
@phdthesis{handle:20.500.11811/8667,
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title = {Mortalität und Outcome von Patienten nach prähospitaler kardiopulmonaler Reanimation : Prädiktive Faktoren und die Bedeutung initialer invasiver Koronarintervention},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2020,
month = oct,

note = {Einleitung: Der prähospitale Kreislaufstillstand (OHCA) stellt mit weltweit bis zu 3,7 Mio. Todesfällen jährlich eine bedeutsame allgegenwärtige Herausforderung dar. Überlebensraten zwischen 4 % und 39 % zeigen die trotz stetiger Verbesserungen der präklinischen Notfallversorgung nach wie vor schlechte Prognose und stellen die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten im Behandlungsregime und des Erkennens relevanter prädiktiver Faktoren. Betrachtet man die niedrige Überlebensrate gegenüber 53 % Patientenzuweisungen mit wiedererlangtem Spontankreislauf (ROSC), so könnte der Fokus etwaiger Verbesserungen insbesondere auf dem primären innerhospitalen Behandlungsmanagement liegen. Zielsetzung unserer Studie ist es daher aufzuzeigen, inwiefern die zeitnahe Zuweisung von Patienten nach OHCA zum Herzkatheterlabor Einfluss auf Mortalitätsrate und Outcome nehmen und darüber hinaus, welche prädiktiven Faktoren wie bspw. Patientenalter, initiale EKG-Rhythmen und Details rund um ROSC in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.
Material und Methodik: Für diese retrospektive Beobachtungsstudie legten wir Daten von 309 im Zeitraum Januar 2011 bis Juli 2013 dem interdisziplinären Notfallzentrum des Universitätsklinikums Bonn nach OHCA zugewiesenen Patienten zugrunde. Die Datensätze stammen aus archivierten Papierakten, digitalen Patientenakten des Krankenhaus-Informationssystems ORBIS sowie dem Deutschen Reanimationsregister (GRR)®. Zur Verifizierung des Outcome wurde ein spezieller Fragebogen entwickelt, welcher an die Hausärzte der überlebenden Patienten versendet wurde.
Ergebnisse: Zum Zeitpunkt des OHCA konnte sowohl ein höheres Patientenalter wie auch das Vorliegen eines hypodynamen Kreislaufstillstandes als Mortalitätsprognostikum identifiziert werden. Darüber hinaus nimmt eine längere Zeit bis ROSC negativen Einfluss auf die Überlebenswahrscheinlichkeit. Die frühe Zuweisung zum Herzkatheterlabor hingegen steigert das Überleben signifikant, auch bei augenscheinlich schlechterer Ausgangssituation wie initialer Asystolie oder PEA. Die Untersuchung des Outcome hinsichtlich Motorik und Neurologie der Patienten lieferte sehr ähnliche Ergebnisse. Deutliche Vorteile erbrachten die Faktoren jüngeres Patientenalter, hyperdynamer Kreislaufstillstand, früherer ROSC und die initiale Herzkatheteruntersuchung, welche bemerkenswerte 87 % defizitfreie Patienten hervorbrachte.},

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