Willems, Verena Rubina: Rehabilitationsverläufe und Möglichkeiten der Darstellung von Rehabilitationserfolgen mittels neurologischer Scores bei Patienten mit Locked-In Syndrom. - Bonn, 2020. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-59307
@phdthesis{handle:20.500.11811/8791,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-59307,
author = {{Verena Rubina Willems}},
title = {Rehabilitationsverläufe und Möglichkeiten der Darstellung von Rehabilitationserfolgen mittels neurologischer Scores bei Patienten mit Locked-In Syndrom},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2020,
month = nov,

note = {Das LIS ist eine Erkrankung, die aufgrund einer Schädigung des ventralen Pons zur völligen Bewegungsunfähigkeit führt. Dabei bleiben die kognitiven Funktionen der Patienten erhalten. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung gibt es bisher wenig Studien zu Rehabilitationsverläufen bei diesem Krankheitsbild. In der vorliegenden Studie wurden 23 Patienten mit den gängigen neurologischen Scores (FRBI, FIM-Score, und EFA-Score) zum Zeitpunkt der Aufnahme und der Entlassung aus der RehaNova, sowie elf von ihnen zu einem späteren Zeitpunkt bewertet. Dabei wurden die Rehabilitationserfolge und die Möglichkeit der Scores, diese abzubilden, untersucht. Es wurde deutlich, dass sich in allen Scores während des gesamten Zeitraumes Verbesserungen darstellen ließen. Ebenfalls wurden die Risikofaktoren für ein LIS und ihre Auswirkung auf den Rehabilitationserfolg untersucht. Der FRBI zeigte, dass Patienten mit einer Hypertonie oder einer koronaren Herzerkrankung ein höheres Risiko für das Auftreten eines LIS und solche mit einer ICB als Ursache, eine bessere Prognose hatten. Es wurde ebenfalls der Frage nachgegangen, ob die verwendeten Scores den Rehabilitationserfolg der Patienten gut abbilden können. Hier zeigte sich, dass der EFA-Score die Variable Kommunikation gut abbilden kann. Der gleiche Zusammenhang gilt für die Variable Atmung und dem FIM-Score. Außerdem gibt die Variable Mobilität Hinweise auf die Outcomevariable Tod.
In Zusammenschau der Ergebnisse wird ersichtlich, dass die verschiedenen Scores in ganz unterschiedlichen Bereichen signifikante Ergebnisse zeigten. Diese Unterschiede sind ein Hinweis dafür, dass keiner der Scores in der Lage ist, sowohl den Rehabilitationserfolg als auch die Outcomevariablen und die Risikofaktoren ausreichend darzustellen.
In der kritischen Auseinandersetzung mit den Scores wurde klar, dass für die LIS-Patienten ein eigener Score zur Messung etabliert werden müsste, der die kleinschrittigen Verbesserungen der Patienten abbildet. Dies könnte Gegenstand zukünftiger Studien werden. Rehabilitationsfortschritte gab es in der vorliegenden Studie in allen Zeitabschnitten. Damit konnte gezeigt werden, dass Rehabilitation für LIS-Patienten sinnvoll ist und zu deutlichen Verbesserungen der Lebensqualität der Patienten führen kann.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/8791}
}

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