Kranefeld, Iris: Das triarchische Modell der Psychopathie am Arbeitsplatz und im Berufsleben : Validierung des Triarchic Psychopathy Measure (TriPM) bei Berufstätigen und Führungskräften. - Bonn, 2021. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-61697
@phdthesis{handle:20.500.11811/8995,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-61697,
author = {{Iris Kranefeld}},
title = {Das triarchische Modell der Psychopathie am Arbeitsplatz und im Berufsleben : Validierung des Triarchic Psychopathy Measure (TriPM) bei Berufstätigen und Führungskräften},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2021,
month = mar,

note = {Im Lichte des wachsenden Interesses der Forschung an Psychopathie und ihrer Rolle am Arbeitsplatz und im Berufskontext wurde eine Vielzahl an Studien publiziert, die jedoch aufgrund unterschiedlicher methodischer und konzeptueller Herangehensweisen nur schwer vergleichbar sind. Das triarchische Modell der Psychopathie von Patrick und Kollegen und Kolleginnen mit den Dimensionen der Kühnheit, der Enthemmung und der Gemeinheit wurde daher als übergreifendes und vereinendes Rahmenmodell entwickelt. Die Testgüte des dazugehörigen Messinstruments, dem TriPM, wurde bisher jedoch nicht systematisch in Stichproben berufstätiger Personen und mit Bezug auf das Verhalten am Arbeitsplatz und im Berufsleben überprüft. Aufgrund der herausgehobenen Bedeutung der Validität von Messinstrumenten für die Aussagekraft von Forschungsergebnissen widmet sich die vorliegende Arbeit der Validierung des TriPM im Arbeits- und Berufskontext: Über drei multi-source Online-Feldstudien mit insgesamt 1287 Berufstätigen und 1223 Fremdurteilenden hinweg wurde die Konstrukt- und Kriteriumsvalidität des TriPM untersucht.
Studie 1 konnte die erwarteten Zusammenhänge des TriPM in seinem nomologischen Netzwerk bestätigen sowie zeigen, dass Kühnheit positiv mit Arbeitsleistung, beruflicher Zufriedenheit und der erreichten hierarchischen Position zusammenhängt, während Enthemmung und Gemeinheit negativ mit Arbeitsleistung und positiv mit kontraproduktivem Arbeitsverhalten assoziiert sind. Zudem konnten berufliche unternehmerische Arbeitsanforderungen als Moderator der Beziehung von Kühnheit mit den Kriterien identifiziert werden. In Studie 2 wurden aufbauend darauf bestätigt, dass unternehmerische Umwelten eine berufliche Nische für Kühnheit darstellen, während Personen mit hoher Gemeinheit und Enthemmung jeweils andere berufliche Nischen wählen. Studie 3 zeigte, dass auch bei Führungskräften hohe Kühnheit funktional sein kann, hohe Gemeinheit nur unter bestimmten Umständen negativ mit Führungsergebnissen in Verbindung steht und hohe Enthemmung überraschenderweise nicht die erwarteten negativen Zusammenhänge zeigte.
Zusammenfassend konnte in dieser Arbeit die Konstrukt- und Kriteriumsvalidität des TriPM im Arbeitskontext bestätigt werden. Die unterschiedlichen Beziehungen der triarchischen Dimensionen mit verschiedenen Arbeitsplatzkriterien verdeutlichen zusätzlich die Relevanz ihrer differenzierten Betrachtung. Der Einbezug von unternehmerischen Arbeitsanforderungen als Moderator erweitert die Kriteriumsvalidität und gibt Perspektiven für die weitere Forschung im Bereich der Personal-, Organisations- und Berufspsychologie.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/8995}
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