Weber, Maximilian: Neuromuskuläre Regeneration nach lumbaler endoskopischer Facettengelenksthermokoagulation. - Bonn, 2021. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-61793
@phdthesis{handle:20.500.11811/9003,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-61793,
author = {{Maximilian Weber}},
title = {Neuromuskuläre Regeneration nach lumbaler endoskopischer Facettengelenksthermokoagulation},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2021,
month = mar,

note = {Chronische Rückenschmerzen treten zu etwa 70 % in der Lendenwirbelsäule auf. Die Entstehung dieser ist oft multifaktoriell. In bis zu 40 % ist die Ursache der Schmerzentstehung in der Degeneration der Facettengelenke zu finden. In der vorliegenden prospektiven klinischen Studie wurde mithilfe der Oberflächenelektromyographie und standardisierter klinischer Fragebögen die Wirksamkeit der endoskopischen Facettengelenksthermokoagulation und Facettektomie und das neuromuskuläre Outcome der Mm. multifidii im Operationsgebiet überprüft.
In die Studie wurden 40 Patienten eingeschlossen. Mithilfe des hier angewandten Versuchsaufbaus wurden die Ergebnisse des Kraftsensors sowie die EMG-Signale der Mm. multifidii entsprechend der Fragestellung für die unterschiedlichen Untersuchungszeitpunkte präoperativ (t0), postoperativ (t1), 6 Wochen postoperativ (t2) und 12 Wochen postoperativ (t3) ausgewertet. Durch die Normalisierung der EMG-Signale ist eine vergleichende Betrachtung der Untersuchungszeitpunkte unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit der Patienten möglich. Gleichzeitig wurde anhand der Numerischen Ratingskala (NRS) das Schmerzniveau erfasst.
Nach operativer Intervention konnte gezeigt werden, dass die Maximalkraft der Mm. multifidii abfällt (t1) und sich nach 6 Wochen postinterventionell wieder auf dem Ausgangsniveau befindet. Nach 12 Wochen konnte diese um 33 % im Vergleich zum präoperativen Status gesteigert werden. Der gleichzeitig registrierte Anstieg der Signalamplitude zeigt eine erfolgreiche muskuläre Regeneration an. In der getrennten Betrachtung der rechten und linken Seite sowie der Amplitude und Frequenz des EMGSignals unter submaximalen Kontraktionen zeigte sich, dass die Regeneration v.a. auf die linke Seite zurückführen ist und das gestiegene Kraftniveau aus der synergistischen Bewegung der rechten und linken Seite kommt. Die rechte Seite hingegen zeigte aufgrund der aufgezeichneten EMG-Signale keine ausreichende Regeneration. Dies kann auf die vorausgegangene chronische Schädigung der überwiegend betroffenen Seite und der damit verbundenen neuromuskulären Inhibition zurückzuführen sein.
Anhand der ergänzenden Erhebung der NRS konnte sowohl für den Rücken- als auch Beinschmerz eine signifikante Abnahme im Rahmen der Untersuchungszeitpunkte gezeigt werden. Dennoch bleibt ein Restschmerzniveau am letzten Untersuchungszeitpunkt vorhanden. Eine längerfristige Auswertung weiterer Follow-ups könnte dahingehend weitere Erkenntnisse bringen.
Die Wirksamkeit der endoskopischen Facettengelenksthermokoagulation und Facettektomie als schmerztherapeutische Intervention scheint demnach erwiesen.},

url = {http://hdl.handle.net/20.500.11811/9003}
}

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