Cosse, Christin: Der Einfluss der Spaltbildung im Implantat/Abutment-Interface auf die Beweglichkeit der Suprakonstruktion bei mehrgliedrigen Brücken. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88344
@phdthesis{handle:20.500.11811/13930,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88344,
author = {{Christin Cosse}},
title = {Der Einfluss der Spaltbildung im Implantat/Abutment-Interface auf die Beweglichkeit der Suprakonstruktion bei mehrgliedrigen Brücken},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = feb,

note = {Der langfristige Erfolg einer Implantatversorgung hängt neben patientenindividuellen Faktoren auch vom Verbindungsdesign des Implantat-Abutment-Komplexes, dem Rotationsschutz und der Suprakonstruktion sowie der resultierenden Spaltbildung und Mikrobeweglichkeit ab. Dies wurde in der vorliegenden numerischen Studie anhand einer dreigliedrigen, implantatgetragenen Brücke unter Variation von Verbindungsdesign, Belastungssituation sowie Brückenmaterial untersucht.
Aufbauend auf einer vorangegangenen Arbeit wurden an idealisierten Finite-Elemente-Modellen eines Implantat-Abutment-Komplexes drei Verbindungen (stufig, konisch, zylindrisch) mit je vier Indexformen (drei bzw. vier Nuten, hexagonal, wellenförmig) analysiert. Variiert wurden die Rotation des Index zur Krafteinwirkung sowie das extraaxiale Verschieben des Kraftangriffspunktes. Unter Berücksichtigung der Schraubenvorspannung wurde das Abutment mit 500 N in einem 30°-Winkel zur Implantatachse 8 mm über der Implantatschulter belastet. Für das Brückenmodell wurde ein idealisierter Mandibularknochen mit zwei parallelen Implantaten und einer dreigliedrigen Brücke modelliert. Für die 12 Brückenmodelle wurden verschiedene Belastungsszenarien simuliert (beide Abutments je 250 N sowie anteriores bzw. posteriores Abutment und Zwischenglied einzeln je 500 N). Zusätzlich wurde der Einfluss der Brückenmaterialien Zirkon und Pekkton gegenüber Titan untersucht.
Die konischen Verbindungen zeigten in allen Simulationen die geringste Spaltbildung mit einem spitz zulaufenden, zum Implantatinneren verschlossenen Spalt. Stufige und zylindrische Modelle wiesen eher parallel verlaufende, offene Spalten auf. Bei der Mikrobeweglichkeit erschienen die konischen Verbindungen insgesamt nachteilig, die stufigen Modelle vorteilhaft. Die Spannung konzentrierte sich bei den konischen Verbindungen auf die Implantatschulter, wodurch die Schraube (anders als bei den stufigen und zylindrischen Verbindungen) entlastet und das Frakturrisiko reduziert wurde. Der hexagonale und wellenförmige Index schien sich (außer bei den stufigen Modellen) negativ auf die Spaltbildung und Mikrobewegung auszuwirken. Das Brückenmaterial wirkte sich lediglich hinsichtlich einer stärkeren Auslenkung des Zwischenglieds bei Pekkton im Vergleich zu einer Brücke aus Titan oder Zirkon aus.
Trotz eingeschränkter direkter Übertragbarkeit der Ergebnisse durch die idealisierten Bedingungen dieser Studie haben sich klinisch relevante Schlussfolgerungen ergeben. Demnach erscheint die konische Verbindungsgeometrie vorteilhaft hinsichtlich Spaltbildung und Schraubenfrakturrisiko sowie nachteilig bezüglich Mikrobeweglichkeit. Eine ungleichmäßige Belastung der Brückenpfeiler sowie hexagonale und wellenförmige Indexformen können Spaltbildung und Mikrobeweglichkeit negativ beeinflussen.},

url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13930}
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