De Vadder, Aster William Mariette: Bosentan als adjuvante Therapie für pulmonaler Hypertonie aufgrund angeborener Zwerchfellhernie bei Neugeborenen : Eine Fallserie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88029
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88029
@phdthesis{handle:20.500.11811/13934,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88029,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-799,
author = {{Aster William Mariette De Vadder}},
title = {Bosentan als adjuvante Therapie für pulmonaler Hypertonie aufgrund angeborener Zwerchfellhernie bei Neugeborenen : Eine Fallserie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Hintergrund: Die pulmonale Hypertonie bei kongenitaler Zwerchfellhernie (CDH-PH) stellt eine wesentliche Ursache für Morbidität und Mortalität im Neugeborenenalter dar. Trotz etablierter Therapien wie inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO) und Sildenafil sprechen nicht alle Neugeborenen ausreichend an. Bosentan, ein dualer Endothelin-Rezeptorantagonist, könnte durch Blockade des Endothelin-1-Signalwegs eine therapeutische Ergänzung darstellen. Ziel dieser Studie war die Evaluation der Wirksamkeit und Sicherheit einer adjuvanten enteralen Bosentan-Therapie bei Neugeborenen mit CDH-assoziierter PH.
Methoden: In dieser retrospektiven Fallserie wurden Neugeborene mit CDH analysiert, die zwischen 2013 und 2021 eine adjuvante Therapie mit Bosentan erhielten. Primärer Endpunkt war eine Verbesserung des PH-Schweregrades um mindestens eine Stufe im Echokardiogramm eine Woche nach Therapiebeginn. Sekundäre Endpunkte umfassten Veränderungen des RVD/LVD-Verhältnisses, des respiratorischen Status, der Oxygenierungsparameter sowie das Überleben bis zur Entlassung.
Ergebnisse: Von 210 CDH-Neugeborenen erhielten 50 eine Bosentan Therapie. Eine Verbesserung des PH-Schweregrades zeigte sich bei 54 % nach einer Woche und bei 72 % nach zwei Wochen (p < 0,001). Das RVD/LVD-Verhältnis verbesserte sich signifikant im Verlauf, insbesondere nach zwei Wochen (p = 0,028). Der respiratorische Status verbesserte sich innerhalb von zwei Wochen signifikant, während die Oxygenierungsparameter lediglich diskrete Veränderungen aufwiesen, was möglicherweise im Zusammenhang mit Änderungen der Atemunterstützung sowie komplexen, CDH-spezifischen pathophysiologischen Mechanismen steht. Die Überlebensrate bis zur Entlassung betrug 58 %. Erhöhte Leberfunktionswerte traten bei 16 % der Neugeborenen auf, ohne dass ein Therapieabbruch erforderlich war.
Schlussfolgerung: Die adjuvante Bosentan-Therapie war in dieser Kohorte mit einer signifikanten Reduktion des PH-Schweregrades und einer Verbesserung echokardiographischer Parameter assoziiert. Aufgrund des retrospektiven Designs und fehlender Kontrollgruppe sind prospektive, randomisierte Studien erforderlich, um den klinischen Nutzen von Bosentan bei CDH-assoziierter PH eindeutig zu bestätigen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13934}
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Methoden: In dieser retrospektiven Fallserie wurden Neugeborene mit CDH analysiert, die zwischen 2013 und 2021 eine adjuvante Therapie mit Bosentan erhielten. Primärer Endpunkt war eine Verbesserung des PH-Schweregrades um mindestens eine Stufe im Echokardiogramm eine Woche nach Therapiebeginn. Sekundäre Endpunkte umfassten Veränderungen des RVD/LVD-Verhältnisses, des respiratorischen Status, der Oxygenierungsparameter sowie das Überleben bis zur Entlassung.
Ergebnisse: Von 210 CDH-Neugeborenen erhielten 50 eine Bosentan Therapie. Eine Verbesserung des PH-Schweregrades zeigte sich bei 54 % nach einer Woche und bei 72 % nach zwei Wochen (p < 0,001). Das RVD/LVD-Verhältnis verbesserte sich signifikant im Verlauf, insbesondere nach zwei Wochen (p = 0,028). Der respiratorische Status verbesserte sich innerhalb von zwei Wochen signifikant, während die Oxygenierungsparameter lediglich diskrete Veränderungen aufwiesen, was möglicherweise im Zusammenhang mit Änderungen der Atemunterstützung sowie komplexen, CDH-spezifischen pathophysiologischen Mechanismen steht. Die Überlebensrate bis zur Entlassung betrug 58 %. Erhöhte Leberfunktionswerte traten bei 16 % der Neugeborenen auf, ohne dass ein Therapieabbruch erforderlich war.
Schlussfolgerung: Die adjuvante Bosentan-Therapie war in dieser Kohorte mit einer signifikanten Reduktion des PH-Schweregrades und einer Verbesserung echokardiographischer Parameter assoziiert. Aufgrund des retrospektiven Designs und fehlender Kontrollgruppe sind prospektive, randomisierte Studien erforderlich, um den klinischen Nutzen von Bosentan bei CDH-assoziierter PH eindeutig zu bestätigen.},
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