Jacobs, Carolin: Einfluss der intraoperativen Anwendung des Hydrogels mediNiK® zur Harnsteinentfernung auf die postoperative Harnsteinanalyse. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88645
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88645
@phdthesis{handle:20.500.11811/13965,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-88645,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-807,
author = {{Carolin Jacobs}},
title = {Einfluss der intraoperativen Anwendung des Hydrogels mediNiK® zur Harnsteinentfernung auf die postoperative Harnsteinanalyse},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Die Urolithiasis zählt mit einer Prävalenz von etwa 4,7% in Deutschland zu den häufigen Krankheiten. Sowohl volkswirtschaftliche Gründen als auch mögliche intra- und postoperative Komplikationen erfordern es, das Auftreten eines Harnsteinrezidivs zu vermeiden (Geavlete et al., 2006; Strohmaier et al., 2006).
Die intraoperative Anwendung von ballistischen, mechanischen oder lasergestützten Lithotriptern im Rahmen der Harnstein-Operation führt zu kleinsten residuellen Steinfragmenten, die aufgrund ihrer Anzahl und Größe oft nicht entfernt werden können. Diese Residuen werden in jüngster Zeit als Mitursache von Harnstein-Rezidiven angesehen (Abufaraj et al., 2022). Die intraoperative Anwendung des Hydrogels mediNiK® (FARCO-PHARMA GmbH) kann signifikant mehr kleinste Steinfragmente entfernen als das konventionelle Vorgehen (Amiel et al., 2022; 2023). Die postoperative Harnsteinanalyse als Basis der individuellen Metaphylaxe darf allerdings durch diese Anwendung nicht gefährdet werden. Es wurde bislang nicht untersucht, ob die Anwendung des Hydrogels mediNiK® die postoperative Harnsteinanalyse mittels IR-Spektroskopie beeinflusst.
Wir konnten zeigen, dass es nach Kontakt der Harnsteine mit dem Hydrogel mediNiK® über 3-4h zu keinen Artefaktbanden in der IR-Spektroskopie kommt, solange die Auswaschung des Hydrogels und des EDTA nach Vorgabe des Herstellers erfolgt. Die Korrelation des IR-Spektrums vor und nach Kontakt mit dem Hydrogel, gefolgt von regelhafter Auswaschung, betrug 0,983 ± 0,0156. Die Harnsteinbefundung vor und nach Hydrogel-Kontakt war identisch. Die mediNiK®-Banden in der IR-Spektroskopie müssen den Harnsteinlaboren bekannt sein, um mögliche Artefakte bei unzureichender Auswaschung zuordnen zu können.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/13965}
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Die intraoperative Anwendung von ballistischen, mechanischen oder lasergestützten Lithotriptern im Rahmen der Harnstein-Operation führt zu kleinsten residuellen Steinfragmenten, die aufgrund ihrer Anzahl und Größe oft nicht entfernt werden können. Diese Residuen werden in jüngster Zeit als Mitursache von Harnstein-Rezidiven angesehen (Abufaraj et al., 2022). Die intraoperative Anwendung des Hydrogels mediNiK® (FARCO-PHARMA GmbH) kann signifikant mehr kleinste Steinfragmente entfernen als das konventionelle Vorgehen (Amiel et al., 2022; 2023). Die postoperative Harnsteinanalyse als Basis der individuellen Metaphylaxe darf allerdings durch diese Anwendung nicht gefährdet werden. Es wurde bislang nicht untersucht, ob die Anwendung des Hydrogels mediNiK® die postoperative Harnsteinanalyse mittels IR-Spektroskopie beeinflusst.
Wir konnten zeigen, dass es nach Kontakt der Harnsteine mit dem Hydrogel mediNiK® über 3-4h zu keinen Artefaktbanden in der IR-Spektroskopie kommt, solange die Auswaschung des Hydrogels und des EDTA nach Vorgabe des Herstellers erfolgt. Die Korrelation des IR-Spektrums vor und nach Kontakt mit dem Hydrogel, gefolgt von regelhafter Auswaschung, betrug 0,983 ± 0,0156. Die Harnsteinbefundung vor und nach Hydrogel-Kontakt war identisch. Die mediNiK®-Banden in der IR-Spektroskopie müssen den Harnsteinlaboren bekannt sein, um mögliche Artefakte bei unzureichender Auswaschung zuordnen zu können.},
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