Birkhoff, Mandy Katharina: Messung der relativen Bisskraftverteilung nach Implantation mit Hilfe der T-Scan™ III Okklusalanalyse : Eine Pilotstudie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89152
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89152
@phdthesis{handle:20.500.11811/14024,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89152,
doi: https://doi.org/10.48565/bonndoc-828,
author = {{Mandy Katharina Birkhoff}},
title = {Messung der relativen Bisskraftverteilung nach Implantation mit Hilfe der T-Scan™ III Okklusalanalyse : Eine Pilotstudie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Zielsetzung:
Ziel dieser Pilotstudie war die Untersuchung zeitlicher Veränderungen der relativen Bisskraftverteilung nach Einzelzahnimplantation unter Verwendung des digitalen Okklusionsanalysesystems T-Scan™ III. Dabei sollte insbesondere analysiert werden, wie sich die okklusale Belastung auf das Implantat sowie auf benachbarte Zähne im Verlauf von zwölf Monaten entwickelt und welchen Einfluss unterschiedliche Antagonistenstrukturen haben.
Material und Methoden:
In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden Patienten mit unilateralen Einzelimplantaten untersucht. Die Versuchsgruppe umfasste Patienten mit natürlichen Antagonisten, während die Kontrollgruppe Patienten mit antagonistischen Brückenversorgungen einschloss. Alle Implantate wurden unter Anwendung des Konzepts der implantatschützenden Okklusion (IPO) versorgt. Die okklusale Analyse erfolgte unmittelbar postoperativ sowie nach 3, 6 und 12 Monaten mittels T-Scan™ III. Bewertet wurden die relative Kraftverteilung pro Messareal (%MA), die Kraftverteilung pro Quadrant (%Q) sowie die maximale Krafteinwirkung anhand einer semiquantitativen Skala (VIS). Die statistische Auswertung erfolgte mittels nicht-parametrischer Tests (Friedman-Test, Mann-Whitney-Test).
Ergebnisse:
In der Versuchsgruppe zeigte sich im Implantatareal eine tendenzielle Zunahme der relativen Bisskraft im zeitlichen Verlauf, während die Kraftverteilung auf Quadrantenebene keine signifikanten Veränderungen aufwies. Die semiquantitative Analyse der Maximalkraft (VIS) ergab hingegen signifikante Zunahmen zu mehreren Zeitpunkten. In der Kontrollgruppe konnten keine signifikanten Veränderungen der okklusalen Belastung festgestellt werden. Weder für die Nachbarzähne noch für den kontralateralen Quadranten zeigten sich signifikante Veränderungen. Klinisch traten keine Komplikationen, kein Implantatversagen und keine Notwendigkeit zur okklusalen Nachadjustierung auf.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nach Einzelzahnimplantation unter IPO zu einer moderaten, überwiegend klinisch unauffälligen Zunahme der okklusalen Belastung im Implantatbereich kommt, während benachbarte Strukturen weitgehend stabil bleiben. Mögliche Ursachen könnten adaptive Prozesse, wie insbesondere Antagonistenelongation, sein. Die klinische Relevanz dieser Veränderungen, sowie die Notwendigkeit einer implantatschützenden Okklusion sollten jedoch vorsichtig beurteilt werden. Weitere Studien mit größeren Fallzahlen sind erforderlich, um die langfristige Bedeutung okklusaler Anpassungsprozesse für den Implantaterfolg abschließend zu beurteilen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14024}
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Ziel dieser Pilotstudie war die Untersuchung zeitlicher Veränderungen der relativen Bisskraftverteilung nach Einzelzahnimplantation unter Verwendung des digitalen Okklusionsanalysesystems T-Scan™ III. Dabei sollte insbesondere analysiert werden, wie sich die okklusale Belastung auf das Implantat sowie auf benachbarte Zähne im Verlauf von zwölf Monaten entwickelt und welchen Einfluss unterschiedliche Antagonistenstrukturen haben.
Material und Methoden:
In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurden Patienten mit unilateralen Einzelimplantaten untersucht. Die Versuchsgruppe umfasste Patienten mit natürlichen Antagonisten, während die Kontrollgruppe Patienten mit antagonistischen Brückenversorgungen einschloss. Alle Implantate wurden unter Anwendung des Konzepts der implantatschützenden Okklusion (IPO) versorgt. Die okklusale Analyse erfolgte unmittelbar postoperativ sowie nach 3, 6 und 12 Monaten mittels T-Scan™ III. Bewertet wurden die relative Kraftverteilung pro Messareal (%MA), die Kraftverteilung pro Quadrant (%Q) sowie die maximale Krafteinwirkung anhand einer semiquantitativen Skala (VIS). Die statistische Auswertung erfolgte mittels nicht-parametrischer Tests (Friedman-Test, Mann-Whitney-Test).
Ergebnisse:
In der Versuchsgruppe zeigte sich im Implantatareal eine tendenzielle Zunahme der relativen Bisskraft im zeitlichen Verlauf, während die Kraftverteilung auf Quadrantenebene keine signifikanten Veränderungen aufwies. Die semiquantitative Analyse der Maximalkraft (VIS) ergab hingegen signifikante Zunahmen zu mehreren Zeitpunkten. In der Kontrollgruppe konnten keine signifikanten Veränderungen der okklusalen Belastung festgestellt werden. Weder für die Nachbarzähne noch für den kontralateralen Quadranten zeigten sich signifikante Veränderungen. Klinisch traten keine Komplikationen, kein Implantatversagen und keine Notwendigkeit zur okklusalen Nachadjustierung auf.
Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nach Einzelzahnimplantation unter IPO zu einer moderaten, überwiegend klinisch unauffälligen Zunahme der okklusalen Belastung im Implantatbereich kommt, während benachbarte Strukturen weitgehend stabil bleiben. Mögliche Ursachen könnten adaptive Prozesse, wie insbesondere Antagonistenelongation, sein. Die klinische Relevanz dieser Veränderungen, sowie die Notwendigkeit einer implantatschützenden Okklusion sollten jedoch vorsichtig beurteilt werden. Weitere Studien mit größeren Fallzahlen sind erforderlich, um die langfristige Bedeutung okklusaler Anpassungsprozesse für den Implantaterfolg abschließend zu beurteilen.},
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