Kohli, Josna: Eisenmangel und seine prognostische Bedeutung bei der pulmonalen Hypertonie. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89338
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89338
@phdthesis{handle:20.500.11811/14049,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89338,
author = {{Josna Kohli}},
title = {Eisenmangel und seine prognostische Bedeutung bei der pulmonalen Hypertonie},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = mar,
note = {Eisenmangel ist häufig bei Patienten mit pulmonalarterieller Hypertonie und wurde mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität in Verbindung gebracht. Unser Ziel war es, die therapeutischen Auswirkungen der Eisensupplementierung bei eisendefizitären Pati-enten mit pulmonaler Hypertonie (PH) der Gruppen 1 bis 4 zu bewerten. Dabei wurden untersucht: pulmonalarterielle Hypertonie (PAH, Gruppe 1), PH infolge von Linksherz-erkrankungen (PH-LHD, Gruppe 2), PH infolge chronischer Lungenerkrankungen und/oder Hypoxie (PH-CLD, Gruppe 3) sowie chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH, Gruppe 4).
In diese prospektive Studie wurden insgesamt 85 PH-Patienten (Durchschnittsalter 69,8 ± 12,0 Jahre, 56,5 % weiblich) eingeschlossen. Alle Patienten wurden zu Studienbeginn auf Eisenmangel getestet. PH-Patienten mit Eisenmangel erhielten eine intravenöse Eisensupplementierung (500–1000 mg Eisencarboxymaltose), während PH-Patienten ohne Eisenmangel als Kontrollgruppe dienten. Zu Beginn und bei der Nachuntersuchung nach 16 Wochen wurden u.a. 6-Minuten-Gehtest (6-MWT), Laboruntersuchungen und Echokardiographie durchgeführt. Zusätzlich wurden die WHO-Funktionsklasse, der Fatigue-Score und die Lebensqualität (QoL) bewertet. Insgesamt lag ein Eisenmangel bei 26,7 % (n = 8/30), 37,5 % (n = 9/24), 45,5 % (n = 10/22) und 44,4 % (n = 4/9) der Patienten in den PH-Gruppen 1–4 vor. In der gesamten Studienpopulation führte die Wiederherstellung des Eisenspeichers zu einer signifikanten Steigerung der Lebensqualität im Gesamtscore (p = 0,013), ohne signifikante Veränderungen der einzelnen Subscores, und zu einer Linderung der Fatigue (p = 0,01). Die 6-MWT-Distanz, die WHO-Funktionsklasse, das NT-proBNP und die rechtsventrikuläre Funktion änderten sich jedoch nicht signifikant. In der Subgruppenanalyse zeigten nur Patienten der PH-Gruppe 3 signifikante Verbesserungen der 6-MWT-Distanz (p = 0,019), der WHO-Funktionsklasse (p = 0,017), der Fatigue (p = 0,009) und der Lebensqualität (Gesamtscore p < 0,01; insbesondere Vitalität) im Vergleich zu den Kontrollen.
Zusammenfassend war ein Eisenmangel häufig in den PH-Gruppen 1 bis 4 nachzuweisen. Obwohl die intravenöse Eisensupplementierung den Eisenstatus adäquat wiederherstellte, war die Behandlung nur bei PH-Gruppe 3 mit Verbesserungen der körperlichen Belastbarkeit, der WHO-Funktionsklasse, der Fatigue und der Lebensqualität assoziiert.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14049}
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In diese prospektive Studie wurden insgesamt 85 PH-Patienten (Durchschnittsalter 69,8 ± 12,0 Jahre, 56,5 % weiblich) eingeschlossen. Alle Patienten wurden zu Studienbeginn auf Eisenmangel getestet. PH-Patienten mit Eisenmangel erhielten eine intravenöse Eisensupplementierung (500–1000 mg Eisencarboxymaltose), während PH-Patienten ohne Eisenmangel als Kontrollgruppe dienten. Zu Beginn und bei der Nachuntersuchung nach 16 Wochen wurden u.a. 6-Minuten-Gehtest (6-MWT), Laboruntersuchungen und Echokardiographie durchgeführt. Zusätzlich wurden die WHO-Funktionsklasse, der Fatigue-Score und die Lebensqualität (QoL) bewertet. Insgesamt lag ein Eisenmangel bei 26,7 % (n = 8/30), 37,5 % (n = 9/24), 45,5 % (n = 10/22) und 44,4 % (n = 4/9) der Patienten in den PH-Gruppen 1–4 vor. In der gesamten Studienpopulation führte die Wiederherstellung des Eisenspeichers zu einer signifikanten Steigerung der Lebensqualität im Gesamtscore (p = 0,013), ohne signifikante Veränderungen der einzelnen Subscores, und zu einer Linderung der Fatigue (p = 0,01). Die 6-MWT-Distanz, die WHO-Funktionsklasse, das NT-proBNP und die rechtsventrikuläre Funktion änderten sich jedoch nicht signifikant. In der Subgruppenanalyse zeigten nur Patienten der PH-Gruppe 3 signifikante Verbesserungen der 6-MWT-Distanz (p = 0,019), der WHO-Funktionsklasse (p = 0,017), der Fatigue (p = 0,009) und der Lebensqualität (Gesamtscore p < 0,01; insbesondere Vitalität) im Vergleich zu den Kontrollen.
Zusammenfassend war ein Eisenmangel häufig in den PH-Gruppen 1 bis 4 nachzuweisen. Obwohl die intravenöse Eisensupplementierung den Eisenstatus adäquat wiederherstellte, war die Behandlung nur bei PH-Gruppe 3 mit Verbesserungen der körperlichen Belastbarkeit, der WHO-Funktionsklasse, der Fatigue und der Lebensqualität assoziiert.},
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