Khalafov, Logman: Einfluss des Extubationszeitpunkts nach neurochirurgischer Behandlung von Hirnmetastasen. - Bonn, 2026. - Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89258
Online-Ausgabe in bonndoc: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89258
@phdthesis{handle:20.500.11811/14060,
urn: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:5-89258,
author = {{Logman Khalafov}},
title = {Einfluss des Extubationszeitpunkts nach neurochirurgischer Behandlung von Hirnmetastasen},
school = {Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn},
year = 2026,
month = apr,
note = {Hintergrund:
Der optimale Zeitpunkt der Extubation nach neurochirurgischer Resektion von Hirnmetastasen ist weiterhin Gegenstand kontroverser Diskussionen. Während eine frühzeitige Extubation (EE) im Aufwachraum potenziell intensivmedizinische Ressourcen reduziert, bestehen Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit und möglicher postoperativer Komplikationen.
Methoden:
In dieser retrospektiven, monozentrischen Studie wurden 190 erwachsene Patientinnen und Patienten analysiert, die zwischen 2018 und 2020 an einem neurochirurgischen Zentrum aufgrund von Hirnmetastasen operiert wurden. Die Kohorte wurde in eine Gruppe mit frühzeitiger Extubation (EE, n=65) und eine mit verzögerter Extubation (DE, n=125) unterteilt. Es wurden demografische, perioperative und klinische Parameter erhoben. Postoperative Komplikationen wurden anhand standardisierter Patientensicherheitsindikatoren (PSIs) und hospital-acquired conditions (HACs) erfasst. Zur Identifikation möglicher Einflussfaktoren wurden univariate und multivariate logistische Regressionsanalysen durchgeführt.
Ergebnisse:
Die Basischarakteristika waren zwischen beiden Gruppen vergleichbar. Die Dauer der postoperativen Beatmung war in der EE-Gruppe signifikant kürzer (Median 36 min vs. 160 min; p=0,002). Postoperative Komplikationen traten in der DE-Gruppe häufiger auf (9,2 % vs. 6,1 %), ohne statistische Signifikanz. Die Reintubationsraten unterschieden sich nicht signifikant (EE: 2 Fälle; DE: 4 Fälle; p=0,571). Intraoperative Bluttransfusionen waren in der DE-Gruppe signifikant häufiger (10,4 % vs. 1,6 %; p=0,037). In der multivariaten Analyse konnte kein unabhängiger Prädiktor für eine verzögerte Extubation identifiziert werden.
Schlussfolgerung:
Die frühzeitige Extubation nach elektiver Resektion von Hirnmetastasen stellt ein sicheres und praktikables Vorgehen dar und geht nicht mit einer erhöhten Komplikationsrate einher. Bei Fehlen klinischer Kontraindikationen kann sie zur Optimierung perioperativer Abläufe und zur effizienteren Nutzung intensivmedizinischer Ressourcen beitragen.},
url = {https://hdl.handle.net/20.500.11811/14060}
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Der optimale Zeitpunkt der Extubation nach neurochirurgischer Resektion von Hirnmetastasen ist weiterhin Gegenstand kontroverser Diskussionen. Während eine frühzeitige Extubation (EE) im Aufwachraum potenziell intensivmedizinische Ressourcen reduziert, bestehen Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit und möglicher postoperativer Komplikationen.
Methoden:
In dieser retrospektiven, monozentrischen Studie wurden 190 erwachsene Patientinnen und Patienten analysiert, die zwischen 2018 und 2020 an einem neurochirurgischen Zentrum aufgrund von Hirnmetastasen operiert wurden. Die Kohorte wurde in eine Gruppe mit frühzeitiger Extubation (EE, n=65) und eine mit verzögerter Extubation (DE, n=125) unterteilt. Es wurden demografische, perioperative und klinische Parameter erhoben. Postoperative Komplikationen wurden anhand standardisierter Patientensicherheitsindikatoren (PSIs) und hospital-acquired conditions (HACs) erfasst. Zur Identifikation möglicher Einflussfaktoren wurden univariate und multivariate logistische Regressionsanalysen durchgeführt.
Ergebnisse:
Die Basischarakteristika waren zwischen beiden Gruppen vergleichbar. Die Dauer der postoperativen Beatmung war in der EE-Gruppe signifikant kürzer (Median 36 min vs. 160 min; p=0,002). Postoperative Komplikationen traten in der DE-Gruppe häufiger auf (9,2 % vs. 6,1 %), ohne statistische Signifikanz. Die Reintubationsraten unterschieden sich nicht signifikant (EE: 2 Fälle; DE: 4 Fälle; p=0,571). Intraoperative Bluttransfusionen waren in der DE-Gruppe signifikant häufiger (10,4 % vs. 1,6 %; p=0,037). In der multivariaten Analyse konnte kein unabhängiger Prädiktor für eine verzögerte Extubation identifiziert werden.
Schlussfolgerung:
Die frühzeitige Extubation nach elektiver Resektion von Hirnmetastasen stellt ein sicheres und praktikables Vorgehen dar und geht nicht mit einer erhöhten Komplikationsrate einher. Bei Fehlen klinischer Kontraindikationen kann sie zur Optimierung perioperativer Abläufe und zur effizienteren Nutzung intensivmedizinischer Ressourcen beitragen.},
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